Ortsbeirat sieht Gartenstadt-Charakter in Gefahr - Bäume und Grünflächen erhalten

Sorge wegen dichter Bebauung

Brasselsberg. Mit Sorge beobachtet der Ortsbeirat Brasselsberg, dass viele Baulücken im Stadtteil geschlossen werden und immer mehr der von vielen Bürgern kritisch als „Klötze“ bezeichneten Stadtvillen entstehen. Bereits in der vorangegangenen Sitzung des Ortsbeirats hatte das Gremium das Thema auf der Tagesordnung.

Ortsbeiratsmitglied Christoph-Michael Bunge (parteilos) plädierte für eine Gestaltsatzung, also einen Katalog mit städtebaulichen Kriterien, den es bislang hier nicht gebe. Ob solche Vorgaben das Problem der baulichen Verdichtung lösen können, bezweifelten andere Mitglieder des Gremiums. Heinz Schäfers (SPD) erklärte, diese Entwicklung sei stadtweit zu beobachten und nicht mehr aufzuhalten.

Rand der Dönche im Blick

Das Gremium befürchtet, dass der Gartenstadt-Charakter des Quartiers in Gefahr ist. Deshalb fordert man von der Stadt, dafür Sorge zu tragen, dass ausreichende Grünflächen und Baumbestand erhalten bleiben. Zudem setzt sich der Beirat für eine zurückhaltende Bebauung am Döncherand ein.

Mindestens 1000 qm

Weitere große Bauten im Stadtteil brächten erhebliche Probleme mit der Infrastruktur, etwa für die Parksituation, befüchtet der Beirat. Die teils sehr engen Straßen könnten keinen weiteren Parkverkehr verkraften. Im Stadtteil stünden mehrere sehr große Grundstücke über kurz oder lang zum Verkauf.

Es müsse verhindert werden, dass diese dann geteilt und eng bebaut werden. Die Grundstücksgröße müsse mindestens 1000 Quadratmeter betragen und Bestandsschutz genießen, so die Forderung. (pom)

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