Schausteller stellen Buden in Kasseler Innenstadt auf

Bratwurst und Mandelduft

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Die ersten Einnahmen seit dem Weihnachtsmarkt: Die beiden Schaustellerinnen Camilla Wunderle und Christel Rudolph (von links) freuen sich mit Alexander Wild (City-Kaufleute) und Konrad Ruppert, Vorsitzender des Schaustellerverbands. Fotos: Pia Malmus

Kassel – „Seit Ende des Kasseler Weihnachtsmarktes sind wir ohne Einnahmen. Manche Kollegen, die nicht auf dem Weihnachtsmarkt waren, haben seit Oktober 2019 nichts mehr verdient“, sagte Konrad Ruppert, Vorsitzender des Schaustellerverbands, gestern Nachmittag auf dem Königsplatz. „Viele wissen nicht mehr, wie sie ihre Familien ernähren sollen.“ Durch die Corona-Krise hätten die Schausteller quasi ein Berufsverbot. Bis Ende August dürfen keine Großveranstaltungen in Deutschland stattfinden.

Mit Kollegen, Vertretern der Stadt und von Kassel Marketing sowie Alexander Wild, Vorsitzender der City Kaufleute, hatte sich Ruppert getroffen, um sich über „das erste Licht im dunklen Tunnel“ zu freuen, wie er es formulierte.

Seit gestern gibt es auf dem Königsplatz sowie auf der Randstraße des Friedrichsplatz jeweils drei Buden, in denen Schausteller aus der Region Bratwurst, Mandeln, Maiskolben, Crêpes, Eis und Gyros verkaufen. Jeder Schausteller soll mit seinem Wagen 14 Tage dort stehen bleiben, dann gebe es einen Wechsel, so Ruppert. Insgesamt sollen 16 Schaustellerfamilien die Möglichkeit bekommen, hier ihre Leckereien zu verkaufen.

Er sei „froh und dankbar“, dass die Stadt das Aufstellen der Buden so kurzfristig ermöglicht habe, sagte Alexander Wild. Dies sei nicht nur ein symbolischer Akt, sondern es gehe um Arbeitsplätze. Er hoffe, dass viele Menschen in die Stadt kommen, um „unsere Schausteller durch die schweren Zeiten zu begleiten“.

Auch Ruppert und seine Kollegen bedankten sich bei allen „politischen Entscheidern“, dass die Buden „schnell und reibungslos“ aufgestellt werden konnten.

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