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Bratwurstbude auf Kasseler Weihnachtsmarkt abgebrannt

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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In Flammen: eine Bratwurstbude auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt.
In Flammen: eine Bratwurstbude auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt. © Feuerwehr Kassel

Eine Bratwurstbude ist auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt komplett ausgebrannt. Ärger gibt es nun um Gerüchte zur Ursache.

Kassel - Für Michael Spahn ist der Weihnachtsmarkt zwei Tage vor seinen Kollegen beendet worden. Durch ein Feuer. Seine Bratwurstbude auf dem Königsplatz ist in der Nacht zum Donnerstag komplett ausgebrannt. Er habe einen großen Schrecken bekommen, als er am frühen Morgen von der Feuerwehr über den Brand informiert worden sei, sagt Spahn am Donnerstagmittag.

Die Feuerwehr war laut Einsatzleiter Sascha Serafin gegen 4.45 Uhr über den Brand einer Bratwurstbude auf dem Königsplatz informiert worden. Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hatte die Flammen und die Rauchentwicklung aus der Bratwurstbude entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte vom Löschzug der Feuerwache 1 eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Unteren Königsstraße wahrgenommen werden.

Bei Ankunft der Einsatzkräfte seien bereits Flammen aus der Holzhütte geschlagen. Kurze Zeit später stand die komplette Hütte in Flammen.

Durch die umgehende Bekämpfung des Feuers mit zwei C-Rohren und zwei Trupps unter Atemschutz habe eine Ausbreitung der Flammen auf die benachbarten Hütten somit verhindert werden können. Nach rund eineinhalb Stunden waren die letzten Glutnester abgelöscht. Die Freiwillige Feuerwehr Niederzwehren unterstützte die Einsatzkräfte der Feuerwache 1. Die Schadenshöhe beläuft sich auf etwa 25.000 Euro.

„Ich muss das jetzt erst mal alles verdauen“, sagt Spahn, der einen Catering-Betrieb in Hessisch-Lichtenau hat. So etwas habe er noch nicht erlebt. Dabei sei er Weihnachtsmarkt bis zu dem Brand für ihn gut gelaufen.

Die Bude am Tag nach dem Brand
Die Bude am Tag nach dem Brand. © Ulrike Pflüger-Scherb

Auch seine Nachbarn auf dem Königsplatz, die neben Spahn Stände haben, zeigen ihr Mitgefühl. „Es ist immer ärgerlich, wenn einem Kollegen so etwas passiert“, sagt Roland Fellner aus Fulda, der einen Glühweinstand betreibt. „Wir sind seit Jahren gute Freunde und Kollegen. So etwas wünscht man niemandem“, fügt Daniel Schielke aus Wenigenhasungen hinzu. Seine Hütte habe zum Glück „nichts Dramatisches“ abbekommen. Nur die Folie am Dach ist etwas angefackelt. „Das ist nicht der Rede wert“, sagt Schielke.

Er ärgert sich aber, wie einige Medien bereits am frühen Morgen über den Brand auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt berichtet haben. So hat eine überregionale Boulevardzeitung zum Beispiel in ihrer Online-Ausgabe getitelt: „Brandstiftung? Bratwurst-Bude brennt nieder. Waren es militante Veganer?“ So etwas finde er absolut unseriös, sagt Schielke.

Hinweise auf militante Veganer als Verursacher des Feuers gibt es in der Tat nicht. Die Polizei hat den Brandort am Vormittag untersucht. Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz haben die ersten Ermittlungen keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Die weiteren Ermittlungen zu einem möglichen technischen Defekt oder einer fahrlässigen Verursachung habe die Kripo übernommen.

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