Claas Michaelis über den Gefängnislauf

Kommentar zu "Break out and run free": "Gute Idee verkorkst"

Kassel. Der Kasseler Gefängnislauf "Break out and run free", der am Wochenende etliche Läufer zum ehemaligen Gefängis Elwe in die Unterneustadt zog, steht unter heftiger Kritik vieler Sportler. HNA-Redakteur Claas Michaelis kommentiert die Veranstaltung:

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Abgesehen vom Ärger im Nachgang muss man den Organisatoren des Gefängnislaufs „Break out and run free“ eines bescheinigen: Sie wollten eine neue Laufveranstaltung auf die Beine stellen, die – so zeigen es die Starterzahlen – auf Anhieb den Nerv vieler Hundert Menschen getroffen hat. Es war immerhin die erste Veranstaltung dieser Art in Kassel, trotzdem haben sich gleich 1200 meist junge Menschen ansprechen lassen.

Doch diese an sich gute Idee wurde völlig verkorkst. Schon bei der ersten Präsentation im Frühjahr hatten die Veranstalter den Mund viel zu voll genommen, sprachen von 5000 Startern und einem Rockkonzert im Ziel. Geblieben ist davon ein Viertel. Am Ende war großes Chaos und viel Frust.

Viel eher hätten die Verantwortlichen der Agentur querheads jemanden ins Boot holen müssen, der Erfahrung mit der Organisation großer Laufveranstaltungen hat. Eine Weisheit hätte ihnen aber auch jedes Schulkind erzählen können: Wenn man etwas verspricht, muss man es halten. Erst recht, wenn man dafür 89 Euro pro Person einsackt. clm@hna.de

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