Versorger braucht Zustimmung der Stadtverordneten für Netzübernahme in Großalmerode

Bremst Kassel die Städtischen Werke aus?

Kassel / Großalmerode. Beim Wettlauf um die Konzessionen für die Gas- und Stromnetze scheint den Städtischen Werken Kassel die Zeit davon zu laufen.

Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass ein dazu nötiger Beschluss der Kasseler Stadtverordneten angeblich verzögert werde. Offenbar unter dem Druck von Konkurrent Eon Mitte stehe der Magistrat auf der Bremse und bringe die Vorlage nicht auf den Weg, heißt es. Als Mehrheitseigner muss das Stadtparlament die Werke ermächtigen, Verträge über Beteiligungen mit anderen Kommunen abzuschließen.

Aktuell ist das Thema, weil die Verhandlungen der Städtischen Werke über die Netze mit der Stadt Großalmerode weit gediehen sind. Die Kommune im Werra-Meißner-Kreis will sich vom bisherigen Netzbetreiber Eon Mitte lösen. Mit den Städtischen Werken soll eine Stadtwerke-Großalmerode-Gesellschaft gegründet werden. Irritiert über die Verzögerung zeigt sich Helga Weber, Stadtverordnete der Kasseler Grünen, in einer Pressemitteilung. Das Kasseler Parlament müsse umgehend eingebunden werden, fordert sie.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) wies die Vorwürfe gegenüber der HNA zurück: „Wir stehen nicht auf der Bremse.“ Der Vertrag werde sorgfältig geprüft, und das brauche seine Zeit. Er rechne aber mit einer Zustimmung, sagte Hilgen. (clm)

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