Schüler der Georg-Büchner-Schule wurden von Unbekannten wiederholt bestohlen

Da war das Brennholz weg

Da befanden sich kürzlich noch eineinhalb Stapel Holz: Schüler der Georg-Büchner-Schule sind traurig, dass ihnen Unbekannte das selbst vorbereitete Brennholz gestohlen haben. Unser Foto zeigt von links: Masum, Hoang An, Kevin und Lehrer Volker Otter. Fotos: nh

Wolfsanger. Das ist Brennholzdiebstahl mit Methode: Bereits im vergangenen Jahr war den Schülern der Georg-Büchner-Schule die Freude an den Früchten ihrer schweißtreibenden Arbeit verdorben worden. Unbekannte bedienten sich mehrfach und unverfroren am großen Holzstapel, den die Schüler auf dem Grundstück der Schule für Erziehungshilfe am Rosspfad in Wolfsanger aufgebaut hatten.

Jetzt schlugen die Holzdiebe noch dreister zu, indem sie gleich einen ganzen Holzstoß, insgesamt einen Kubikmeter Holz im Wert von 65 Euro, abtransportierten. „Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch traurig und demotivierend“, sagt Lehrer Volker Otter.

Seine Schüler hatten viele Stunden damit verbracht, im Habichtswald regelmäßig Holz zu schlagen: „Mit der Bügelsäge und reiner Muskelkraft“, betont Otter. Dann ging es ans Holzspalten und -stapeln. Im Rahmen einer Schülerfirma sollen die jungen Männer im Alter zwischen 14. und 16. Jahren lernen, Selbstgeschaffenes zu vermarkten und zu verkaufen. „Von dem Geld wollten wir uns Werkzeug für die Schule anschaffen“, sagt Otter. Auch Ausflüge und Fahrten wurden damit in der Vergangenheit finanziert. Im letzten Sommer paddelte die Klasse mit einem Kanulehrer auf der Eder.

Das Holzprojekt sei besonders wertvoll, weil die Schüler dabei lernen, wie man diszipliniert im Team arbeitet und für Arbeitssicherheit sorgt, sagt Otter. „Die Arbeit macht viel Mühe, aber auch Spaß.“ Für die Schüler sei der Diebstahl besonders traurig, weil sie dafür schwer gearbeitet haben, sagt Otter: „Man konnte sehen, was man geschafft hat und dass sich Leistung lohnt. Und dann kam die Enttäuschung.“ „Die dreisten Diebe sollen die Arbeit lieber mal selber tun, dann wüssten sie, wieviel Mühe es macht, Holz zu schlagen“, sagt Eren. Die Schüler erwarten jetzt, dass sich die Diebe melden, entschuldigen und ihrer Tat wieder gut machen. Das gleiche werde schließlich auch von ihnen erwartet, wenn sie etwas ausgefressen haben.

Die Georg-Büchner-Schüler Masum, Hoang An, Eren, Kevin, Robin und Pascal appellieren jetzt an die Anwohner, Polizei und Ortsbeirat, darauf achten, dass sie nicht wieder von Brennholzdieben heimgesucht werden.

Kontakt: Georg-Büchner-Schule, Tel. 57 86 14.

Von Christina Hein

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