Studie zu wirtschaftlichen Effekten der Hochschule in der Region

Uni Kassel bringt 15.000 Jobs und 850 Millionen Umsatz

Kassel. Die Universität Kassel ist nicht nur ein Wissenschaftsstandort, sondern hat auch große wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Nordhessen werden direkt oder indirekt durch die Hochschule hervorgebracht oder gesichert

Rechnet man große Ausgründungen wie SMA hinzu, sind es über 15.000.

Artikel aktualisiert um 17 Uhr.

Das ist das Ergebnis einer unter der Leitung des Kasseler Umweltökonomen Prof. Frank Beckenbach erstellten und von der Kasseler Sparkasse maßgeblich finanzierten Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Universität für die Region. Demnach werden insgesamt über 800 Millionen  Euro durch Absolventen, Ausgründungsunternehmen und die von der Hochschule erzeugte Nachfrage in Nordhessen umgesetzt.

Bemerkenswert ist dabei, dass der bei Weitem größte Effekt durch die Ausgründungen der Hochschule hervorgerufen wird. „Unsere Rolle als Problemlöser und Innovationsmotor ist wirtschaftlich gesehen inzwischen bedeutsamer als die unmittelbaren Effekte, die entstehen, indem wir Geld ausgeben“, sagte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep.

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Durch die 2800 Beschäftigten und 21 600 Studierenden sowie die Sachausgaben der Hochschule werden nach den Ergebnissen der Studie Ausgaben von insgesamt 286 Millionen Euro getätigt. Dabei ist bereits eingerechnet, dass nicht nur bei Dienstleistern und Lieferanten der Uni, sondern auch deren Zulieferern eine Nachfrage erzeugt wird. Der Wertschöpfungseffekt - also das, was auch wieder in die Region zurückfließt - liegt dabei laut Studie bei 167 Millionen Euro und 5100 dafür erforderlichen Arbeitsplätzen.

Weit mehr, nämlich 10 500 Arbeitsplätze und ein Umsatz von 465 Millionen Euro sind auf Ausgründungen aus der Uni und den dadurch hervorgerufenen Bedarf zurückzuführen. Hinzu kommen die Absolventen der Hochschule, die einen jährlichen Wertschöpfungsbeitrag von 29 Mio. Euro in der Region leisten.

Von Katja Rudolph

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