Uni bringt Studenten Unternehmergeist bei

Gründerhochschule: Über 2 Mio. Euro für Lehre und Beratung

Kassel. Mehr Geschäftsideen an der Hochschule aufspüren, mehr Firmengründungen fördern und mehr Lehrpersonal, um bei Studenten aller Fachrichtungen den Unternehmergeist zu wecken: Diese Ziele hat sich die Uni Kassel gesetzt.

Für ihr Vorhaben ist sie bei dem Wettbewerb „Exist“ des Bundes als Gründerhochschule ausgezeichnet worden. Das bedeutet, sie ist eine von bundesweit sechs Hochschulen mit besonders guten Voraussetzungen für Existenzgründer.

Um ihr Konzept umzusetzen, erhält die Uni Kassel in den kommenden drei Jahren zwei Millionen Euro vom Bund. Das Land Hessen, die Werner Kleinkauf-Wissenschaftsstiftung und die Uni steuern eine weitere halbe Million Euro bei. Im Fall einer Verlängerung auf fünf Jahre stehen insgesamt 4,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld sollen zwei zusätzliche Professuren geschaffen werden, um Studenten aller Fachrichtungen unternehmerisches Denken und Handeln zu vermitteln. Ziel sei, dass in fünf Jahren die Hälfte der Studenten - derzeit sind es 21 500 - solche Lehrveranstaltungen besuchen, teilt die Uni mit.

Außerdem soll es mehr Ausgründungen aus der Hochschule geben. Derzeit sind es nach Angaben der Uni-Gründungsberatung drei bis fünf pro Jahr. Diese Zahl soll sich in drei Jahren vervierfacht haben auf bis zu 20 Firmengründungen von Absolventen und Uni-Angehörigen. Dafür will die Uni ihre Gründerberatung ausbauen und über ein eigenes Programm Geld für junge Unternehmen bereitstellen. Außerdem sollen in den Fachbereichen sogenannte Ideen-Scouts eingesetzt werden, um Produkt- und Geschäftsideen aufzuspüren und deren Erfinder zur Umsetzung zu ermutigen.

Unternehmergeist sei nicht nur für Firmengründungen gefragt, sagte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep. Ideen zu entwickeln und umzusetzen, sei eine Grundkompetenz, die in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft gebraucht werde. ZUM TAGE, UNI-SEITE

Von Katja Rudolph

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