Untersuchungshaft für beide Männer

Brüder manipulierten Geldautomaten an der Friedrich-Ebert-Straße

Kassel. Zwei Brüder aus Rumänien, 23 und 24 Jahre alt, sitzen seit Montagabend im Wehlheider Gefängnis in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte ein Haftrichter für beide die Untersuchungshaft wegen des dringenden Tatverdachts des schweren Bandendiebstahls in mindestens vier Fällen angeordnet.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch waren die Brüder am späten Sonntagvormittag in der Nähe einer Bankfiliale an der Friedrich-Ebert-Straße festgenommen worden. Die Fahnder hatten zuvor einen Hinweis eines Sicherheitsdienstes auf beide Personen erhalten, die sich am Vormittag am Ausgabeschacht eines Geldautomaten in der Filiale an der Friedrich-Ebert-Straße zu schaffen gemacht und ihn mit einer Blende versehen hätten.

Diese Blende verhindere, so Jungnitsch, dass Geldscheine an die Kunden ausgegeben wurden. Die ahnungslosen Kunden haben den Eindruck, dass der Automat defekt ist. Wenn diese dann ohne ihr Geld die Bank verlassen haben, entfernen die Täter die Blende und kassieren die zurückgehaltenen Geldscheine ein.

Im Auto der Tatverdächtigen fanden die Ermittler eine weitere Blende. Neben der Tat am Sonntag sollen die Brüder auch für gleichgelagerte Fälle am 8. und 29. März sowie am 1. April in Kassel verantwortlich sein. Da noch nicht alle Opfer ermittelt werden konnten, ist auch die genaue Schadenssumme noch nicht bekannt. Sie dürfte nach Einschätzung der Ermittler aber im vierstelligen Bereich liegen. (use)

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