Ideen-Wettbewerb für Aktionen im Stadtteil Rothenditmold hat begonnen

Blick über die Schulter: Die Ortsbeiräte Roland Weber, Norbert Hornemann, Rolf Lösking und Ulrike Lösking (stehend von links) lassen sich von den Studenten Christiane Kornhaß und Dennis Lange deren Ideen für den Aktions-Wettbewerb erläutern. Foto:  Puchta

Rothenditmold. Ein buntes, belebtes Stadtviertel statt vielerorts grauer Tristesse, leerstehender Häuser und brach liegender Industrieflächen: Die jungen Akteure vom Team „andocken“ sind optimistisch, dass ihre Visionen von einem attraktiveren und lebenswerteren Stadtteil Rothenditmold wahr werden können.

Im Juni vergangenen Jahres hatten die Studenten Pascal Merker, Christiane Kornhaß, Dennis Lange und Andreas Schmidt ihr Team gegründet. Ihr Ziel: Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil Rothenditmold, den sie zugleich näher an die Innenstadt anbinden möchten. Doch ohne die Mitwirkung der Bürger wird daraus nichts. Und so erläuterten Stadtplanerin Christiane Kornhaß und der angehende Architekt Dennis Lange dem Ortsbeirat ihre Vorstellungen.

„Wir starten unter der Überschrift ,Ort.Schafft.Ideen’ einen Wettbewerb für temporäre und experimentelle Aktionen in Rothenditmold und im angrenzenden Schillerviertel. Wir rufen zum Beispiel Handwerker, Künstler, Architektur- oder Designerbüros, aber auch die einzelnen Bürger auf, Konzepte zu erstellen. Am Ende wählt eine Jury Projekte aus, die im August im Rahmen einer Art Eventwoche umgesetzt werden sollen“, erklärte Christiane Kornhaß. Der Fantasie der Bürger sind im Wettbewerb keine Grenzen gesetzt, jeder kann seine Wünsche und Ideen zur Entwicklung des Stadtteils zu Papier bringen.

Die Ortsbeiratsmitglieder sagten ihre Unterstützung zu, doch hielten sie mit ihren Bedenken nicht hinterm Berg. „Das wird nicht einfach. Es ist wichtig, dass Sie an die Bürger rankommen. 26 Prozent unserer Bewohner in Rothenditmold haben einen Migrationshintergrund, viele verstehen unsere Sprache nicht“, sagte Ortsvorsteher Rolf Lösking (SPD).

Sein Stellvertreter Norbert Hornemann (CDU) verwies darauf, dass in dem Stadtteil zudem viele sozial benachteiligte Bürger leben.

Erste Kontakte mit den Rothenditmoldern haben die jungen Leute vom Team „andocken“ an einem Informationsstand im Ortszentrum indes bereits geknüpft. „Wir hatten Fragebögen vorbereitet und wollten wissen, was den Leuten in ihrem Stadtteil gefällt und was nicht. Es ist richtig, dass einige anfangs nicht verstanden haben, was wir meinen“, sagte Dennis Lange.

Doch entmutigen lassen sich die „andocker“ nicht. Ende März wollen sie den Wettbewerb ausloben, unterstützt werden sie unter anderem von der Stadt.

Von Monika Puchta

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