Kassel Tourist muss Flächen bis Herbst räumen - Suche nach neuen Räumen läuft

Bürgerbüro wird erweitert

Mehr Platz für Bürger im Rathaus: Das jetzige Bürgerbüro Mitte (Eingang links im Bild) soll um die Räume der heutigen Tourist-Information (Eingang rechts im Bild) erweitert werden. Dafür werden die drei verbliebenen Bezirksstellen geschlossen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Das Bürgerbüro Kassel Mitte im Rathaus wird erweitert. Dafür muss die angrenzende Tourist-Information bis Herbst Platz machen und in neue Räume umziehen – die Suche nach geeigneten Flächen in Innenstadtlage läuft noch. Hintergrund für die Erweiterung des Bürgerbüros Mitte ist die Schließung der verbliebenen drei Bezirksstellen der Stadtverwaltung. Diese sollen auch aus Kostengründen aufgegeben werden. Bis März soll ein Zeitplan für die Schließungen vorliegen.

Das zukünftige Bürgerbüro Mitte soll sich vom zentralen Gebäude bis zum Flügel Fünffensterstraße L-förmig über das Erdgeschoss erstrecken. Damit die entsprechenden Umbauarbeiten beginnen können, muss Kassel Tourist zunächst einen neuen Ort für die Tourist-Information finden. „Wir sind aufgefordert worden, uns neue Räume zu suchen. Zunächst hatten wir gehofft, der Kelch würde an uns vorübergehen“, sagte Angelika Hüppe, Geschäftsführerin von Kassel Marketing, mit Blick auf die zentrale Lage am Rathaus.

„Umzug ist Chance“

Inzwischen, so Hüppe, sehe sie den Umzug aber auch als Chance. „Wir können uns verbessern.“ Man habe sich mittlerweile schon einige Objekte angeschaut, sei aber noch nicht fündig geworden. „Es gab interessante Flächen am Friedrichsplatz, da ist es aber am Preis gescheitert.“ Bei der Entscheidung für einen neuen Standort seien vor allem eine prominente Lage und eine gute Erreichbarkeit - auch mit dem Auto - ausschlaggebend. „Wir wollen uns ja nicht vor den Touristen verstecken.“ Allerdings müsse dabei die Finanzierbarkeit im Auge behalten werden. Keine Option sei es, die Tourist-Information in eine der Kasseler Sehenswürdigkeiten zu verlegen - etwa ins Fridericianum.

An dem neuen Standort hofft Hüppe auch auf mehr Platz. „So könnten wir die Region noch besser darstellen.“ Unter Druck will sie sich bei der Suche nicht setzen. Ein Umzug sei auch noch nach der documenta möglich.

Zeitplan liegt im März vor

Derzeit erstellt eine von der Stadt beauftragte Projektgruppe einen Zeit- und Kostenplan für die Zentralisierung des Bürgerbüros am Standort Rathaus. Dieser soll im März vorliegen. Erst dann könne gesagt werden, wann die dezentralen Bürgerbüros Nord, Süd und Nordwest geschlossen werden, sagte Petra Bohnenkamp, Pressesprecherin der Stadt. Eine Schließung der Außenstellen werde es aber definitiv erst dann geben, wenn die Umbauarbeiten am Rathaus abgeschlossen seien.

Von Bastian Ludwig

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