KVG will marodes Hallenbad Ost übernehmen - Entscheidung im Frühjahr

Büros statt Schwimmhalle

In unmittelbarer Nachbarschaft: Die KVG will das stillgelegte Hallenbad Ost (Bildmitte) nutzen. Gleich nebenan ist der Betriebshof Sandershäuser Straße (rechts) zu sehen. Foto:  Herzog/Flugschule Kassel

Bettenhausen. Seit zweieinhalb Jahren ist das Hallenbad Ost in Bettenhausen wegen Baufälligkeit geschlossen. Jetzt zeichnet sich eine neue Nutzung des denkmalgeschützten Backsteingebäudes aus dem Jahr 1930 ab.

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) hat Interesse daran, das Bad an der Leipziger Straße zu übernehmen. „Der Standort in direkter Nachbarschaft zum Betriebshof an der Sandershäuser Straße ist ideal“, sagt Bruno Jerlitschka, der mit der Planung beauftragt ist. Durch die Regiotram-Fahrzeuge, die Erweiterung des Streckennetzes nach Vellmar und die Erneuerung des Straßenbahn-Fahrzeugparks habe man Bedarf für Werkstätten und Büroräume an einem zentralen Ort. Viele Mitarbeiter müssten derzeit vom Betriebshof Wilhelmshöhe pendeln.

Im Ortsbeirat Bettenhausen hat Jerlitschka den Stand der Planungen bereits vorgestellt. Grundsätzlich sei klar, dass die KVG das Hallenbad Ost übernehmen werde. Wie die genaue Nutzung aussehen wird und welche Abteilungen der KVG umziehen werden, soll in den nächsten drei Monaten geklärt werden.

Zu den Kosten des Umbaus kann Jerlitschka deshalb jetzt noch nichts sagen. Unabhängig davon, ob in dem Bad Werkstätten, Büros oder vielleicht auch Lagerflächen geschaffen werden, müsse man die Fassade und die Fundamente von Grund auf sanieren. Ein großer Vorteil ist es, dass Grundstück und Gebäude den Städtischen Werken gehören, die sie der KVG überlassen.

Ersatz am Auedamm

Aus dem Bädervertrag mit der Stadt ist das Gelände nach Angaben von Kämmerer Dr. Jürgen Barthel schon herausgenommen. Ersatz soll durch das geplante kombinierte Hallen- und Freibad am Auedamm geschaffen werden.

Die KVG will das in den vergangenen Jahren heruntergekommene Areal aufwerten. Bislang versucht man durch Videoüberwachung Vandalismus zu unterbinden, sagt Bruno Jerlitschka. Trotzdem müssten montags regelmäßig Müllberge und Scherben beseitigt werden.

Mehr zur Geschichte des Hallenbades Ost auf www.hna.de/wiki

Von Thomas Siemon

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