Zwischen  Wilhelmstraße und der Auffahrt zum Parkhaus des Kaufhofs

Büros und Wohnungen: Lücke in der Kasseler Innenstadt wird bald bebaut

Baulücke wird geschlossen: Der Hinterhof der Häuserzeile an der Neuen Fahrt (Mitte) ist mit den leerstehenden Geschäften und zusammengewürfelten Gebäuden kein Hingucker. Er soll durchgehend bebaut werden. Links im Bild ist die Zufahrt zum Kaufhof zu sehen. Foto: Dilling

Kassel. Eine Baulücke zwischen der Wilhelmstraße und der Auffahrt zum Parkhaus des Kaufhofs wird schon bald geschlossen: Ein Investor will auf dem Hinterhof, einer Schmuddelecke mit leerstehenden Geschäften, zwei- bis zu viergeschossige Häuser mit zusätzlichem Staffelgeschoss errichten.

Das berichtete Jochen Scharf vom Stadtplanungsamt jetzt in der Sitzung des Ortsbeirats Mitte. An der Wilhelmstraße 21 sollen unter anderem Büros und zwölf Wohnungen mit bis zu 90 Quadratmeter Fläche entstehen. Der Ortsbeirat begrüßt das Bauprojekt und fordert, den Investor mit dem Wohnungsbau auch beim Wort zu nehmen. Die ersten Abrissarbeiten könnten laut Scharf schon im Herbst beginnen.

Zwischen der Neuen Fahrt und der Wilhelmsstraße befindet sich jetzt noch ein Konglomerat aus ein- und zweigeschossigen Gebäuden und Parkplätzen. Der Bereich soll durchgängig zweigeschossig bebaut und für Ladengeschäfte im Parterre und Büros im ersten Stock reserviert werden. Auf diesem zweigeschossigen Komplex wolle der Investor zwei separate Blöcke mit zwei weiteren Geschossen und einem aufgesetzten Staffelgeschoss bauen, berichtete Scharf. Außerdem sei eine Tiefgarage mit 18 Stellplätzen geplant, die von der Zufahrt zum Kaufhof-Parkdeck über einen Lift für Autos erreichbar sein werde.

Bis gebaut werden kann, muss die Stadt für den Investor aber noch eine rechtliche Hürde beiseite räumen. Denn die Fläche liegt im Bereich eines Bebauungsplans, der zum Kaufhof hin nur eine dreigeschossige Bauweise erlaubt. Spätestens bis Ende des Jahres solle der Bebauungsplan aufgehoben werden, sagte Scharf. Ein Bauantrag liege bereits vor. Den Namen des Investors wollte er nicht nennen, es sei aber der selbe, der schon im Besitz eines Gebäudekomplexes in der Nachbarschaft sei.

Der Ortsbeirat stimmte der Aufhebung des Bebauungsplans zu, forderte aber eine rechtliche Absicherung des Bebauungsplans. Es sei ja theoretisch möglich, dass der Bauherr später seine Pläne wieder ändere, meinte Bernhard Brunsch (FPD). Scharf räumte diese Möglichkeit ein und versprach eine Prüfung. Die Pflicht einer Dacheingrünung habe man bereits rechtsverbindlich festgelegt.

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