Thüringische Landeshauptstadt Erfurt will sich ebenfalls für 2021 bewerben

Buga 2021: Konkurrenz für Kassel schon da

Feuerwerk über der Karlsaue mit der Schwaneninsel: Die Bundesgartenschau 1981 bot viele Attraktionen. Archivfoto:  Baron

Kassel. Die mögliche Bewerbung Kassels zur Bundesgartenschau ist noch längst nicht in trockenen Tüchern, da gibt es bereits mindestens einen Konkurrenten. Die thüringische Landeshauptstadt Erfurt ist sogar schon einen Schritt weiter.

Dort gibt es bereits eine politische Entscheidung für die Bewerbung. Frühestmöglicher Termin ist das Jahr 2021. Die Bundesgartenschauen davor sind bereits vergeben.

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Dritte Buga für Kassel?

Ob Kassel nachzieht und gegen Erfurt ins Rennen geht, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Für den Antrag der CDU, Vorgespräche mit den Organisatoren der Bundesgartenschau zu führen, zeichnet sich eine breite Mehrheit ab. Im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen haben sich lediglich die Linken der Stimme enthalten. Alle anderen stimmten für den Antrag. „Das hat uns positiv überrascht“, sagt Dr. Norbert Wett, der CDU-Fraktionsvorsitzende. Im Wahlkampf habe man für den Vorschlag noch jede Menge Kritik einstecken müssen.

Brachen entwickeln

Der damalige Oberbürgermeisterkandidat der CDU, Ernst Wegener, hatte das Thema ins Spiel gebracht. Vor einem halben Jahr wollte das niemand ernsthaft diskutieren. Das hat sich geändert. Wegener fühlt sich heute bestätigt. Eine dritte Buga in Kassel könne große Brachflächen im Osten der Stadt zu Grün- und Freizeitanlagen entwickeln, sagt er. Die Gartenschau sei eine große Chance für Wirtschaft, Kultur und Tourismus in Kassel. Er erinnert an die positiven Effekte der Bundesgartenschauen 1955 und 1981. Die Karlsaue und die Fuldaaue seien dadurch enorm aufgewertet worden.

Mit 3,5 Millionen Besuchern 1955 und fünf Millionen 1981 seien die beiden Kasseler Schauen auch Publikumsmagnete gewesen. Darauf könne man aufbauen. Bei der Buga-Geschäftsführung habe Kassel jedenfalls einen guten Ruf, sagt Dr. Norbert Wett.

Gute Bilanz

Einer, der sich an die Bundesgartenschau 1981 besonders gut erinnern kann, ist der damalige Geschäftsführer Winfried Drengk. Die Schau ist als die größte aller Zeiten in die Geschichte eingegangen. Das Buga-Gelände (heute Badeseen und Naturschutzgebiet) wurde auf 235 Hektar angelegt. „Nicht nur Potsdam und Schwerin haben gut gewirtschaftet, wir damals auch schon“, sagt Drengk. Beim Kassensturz am Ende der Schau sei man mit 100 000 D-Mark (rund 50 000 Euro) im Plus gewesen.

Diskussion im Internet

Auch im Internet wird das Thema diskutiert.

voran,voran schreibt: „Das wäre super für Kassel - ein weiterer Pluspunkt, und bei der Gelegenheit könnte man auch gleich was fürs Stadtbild tun.“ OttO RegeR: „Ich hoffe doch, dass bis 2021 zumindest das Salzmanngelände längst umgestaltet und genutzt wird, da braucht’s wirklich keine Buga. Aber okay, auf dem Grundstück Hallenbad Ost könnte durchaus die Buga stattfinden.“

Von Thomas Siemon

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