Was wird aus Kassels SPD-Hochburgen ?

Bundestagswahl am Sonntag: Spannender Kampf um Direktmandate in Stadt und Kreis

Kassel. Zu der mit Spannung erwarteten Bundestagswahl sind am Sonntag rund 250.000 Menschen aus Stadt und Altkreis Kassel aufgerufen.

Gewiss steht auch für sie das Duell der Kanzlerkandidaten Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) im Mittelpunkt. Von besonderem Interesse ist aber die Frage, welche Kandidaten sich in und um Kassel durchsetzen und die Region in den nächsten vier Jahren in Berlin vertreten werden.

Ungeachtet des Wahlausgangs wird es personelle Veränderungen geben: Mit Ulrike Gottschalck (SPD) und Nicole Maisch (Grüne) treten zwei Mitglieder des Bundestags nicht mehr an. Durch Gottschalcks Abschied wird das Direktmandat im Wahlkreis Kassel (168), zu dem die Stadt und der Altkreis Kassel ohne Baunatal und Schauenburg gehören, neu vergeben. Aller Voraussicht nach machen Timon Gremmels (SPD/Niestetal) und Dr. Norbert Wett (CDU/Kassel) das Direktmandat unter sich aus. Zudem stehen zehn weitere Wahlkreiskandidaten auf dem 168er Stimmzettel.

Der Wahlkreis Kassel wurde seit 1949 immer von SPD-Direktkandidaten gewonnen. Eine Garantie gibt es jedoch nicht: Der bis dahin ebenfalls als SPD-Hochburg geltende Wahlkreis 167 (Waldeck) mit Baunatal und Schauenburg fiel bei der Bundestagswahl 2013 überraschend an die CDU. Der Christdemokrat Thomas Viesehon setzte sich damals mit 227 Erststimmen gegen SPD-Amtsinhaber Ullrich Messmer durch. Am Sonntag will Esther Dilcher den Wahlkreis für die SPD zurückgewinnen – gegen CDU-Mann Viesehon und sechs weitere Direktkandidaten.

2013 lag die Wahlbeteiligung in Stadt und Kreis Kassel deutlich über 70 Prozent. Die Zahl der Briefwähler – so gaben bereits rund 29 000 Kasseler ihre Stimme ab – lässt auf eine ähnlich hohe Beteiligung an dieser Wahl hoffen.

Alles zu Wahl finden Sie auf www.hna.de/bundestagswahl

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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