Kreis Kassel und Kreis Waldeck-Frankenberg

Bundestagswahl 2021: SPD-Kandidatin Esther Dilcher holt das Direktmandat

Verteidigte ihr Direktmandat: Esther Dilcher freute sich gestern Abend auf der SPD-Wahlparty in Kassel, dass sie ihr Ergebnis von 2017 noch einmal verbessern konnte.
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Verteidigte ihr Direktmandat: Esther Dilcher freute sich gestern Abend auf der SPD-Wahlparty in Kassel, dass sie ihr Ergebnis von 2017 noch einmal verbessern konnte.

SPD-Kandidatin Esther Dilcher verteidigt bei der Bundestagswahl ihr Direktmandat im Wahlkreis Waldeck. Sie verbessert ihr Ergebnis von 2017.

Kreis Kassel – Zufrieden, aber auch ein bisschen erleichtert zeigten sich die SPD-Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher (56) im Wahlkreis Waldeck (167) und Timon Gremmels (45) im Wahkreis Kassel (168). Beide konnten bei der Bundestagswahl ihr Direktmandat verteidigen.

Bei Dilcher war die Erleichterung vielleicht noch größer als bei Gremmels. Sie sei in diesem Wahlkampf angespannter gewesen als im vergangenen, sagte sie am Wahlabend gegenüber unserer Zeitung. Bei der Bundestagswahl 2017 habe sie nichts zu verlieren gehabt, der Wahlkreis 167 war damals in der Hand von CDU-Mann Thomas Viesehon. Bei dieser Wahl sei es für sie darum gegangen, den Wahlkreis zu verteidigen. „Ich wollte den Wahlkreis auf jeden Fall gewinnen.“

Bundestagswahl 2021: Esther Dilcher in allen Kreis-Kassel-Gemeinden vorn

Gerne hätte sie ein paar Prozentpunkte zugelegt. Und das hat sie auch geschafft. Vor vier Jahren hatte Dilcher mit 35,1 Prozent der Erststimmen nur knapp vorne gelegen, Viesehon holte 33,6 Prozent. Diesmal erzielte Dilcher 37,9 Prozent (Ergebnis bei Redaktionsschluss), während CDU-Kandidat Armin Schwarz mit 26,28 Prozent ein deutlich schlechteres Ergebnis einfuhr. Durch einen guten Listenplatz ist dem CDU-Mann ein Sitz im Bundestag aber trotzdem sicher.

Dilcher hatte sich vor allem in Bad Arolsen mehr Stimmen erhofft, hatte aber gegen den dort wohnenden Schwarz keine Chance. Während sie bei der Bundestagswahl 2021 in allen zum Wahlkreis 167 gehörenden Kreis-Kassel-Gemeinden vorne lag, konnte Schwarz im Kreis Waldeck-Frankenberg in acht von elf Kommunen die meisten Stimmen holen. In Bad Wildungen, Edertal und Korbach hatte Dilcher den Sieg eingefahren. In sechs Kommunen, die Schwarz direkt gewann, lag die SPD dennoch bei den Zweitstimmen für die Landesliste vorn.

Esther Dilcher gewinnt Bundestagsmandat – Ergebnis von 2017 verbessert

Auch in Baunatal und Schauenburg konnte Dilcher ihr Ergebnis aus 2017 noch einmal verbessern. Die 56-Jährige holte in der VW-Stadt 44,16 Prozent der Erststimmen. In Schauenburg kam sie auf 42,78 Prozent. Nachdem Dilcher mehrere Wochen lang Wahlkampf gemacht hatte und das noch bis Samstagabend, musste sie am Sonntagmorgen erst mal Sport machen, um runterzukommen, wie die Rechtsanwältin im Gespräch mit der HNA schilderte.

Danach ging es mit dem Landtagskollegen Oliver Ulloth zum Haxen-Essen nach Bad Emstal, bevor der Puls dann wieder anstieg. Denn tagsüber gab es schon gute Prognosen, nicht zuletzt aufgrund der hohen Wahlbeteiligung und weil sie einige CDU-Wähler gesprochen hatte, die diesmal nicht wählen wollten, wie Dilcher berichtet. Eine Stunde vor Schließung der Wahllokale gab es eine Telefonschalte mit der hessischen SPD-Landesvorsitzenden Nancy Faeser, die auf den Wahlausgang einstimmte. (Alia Shuhaiber und Thomas Thiele)

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