Sanitätsdienst bildet in Kassel Reservisten weiter

Bundeswehr hilft bei Katastrophen

Sanitätsdienst-Fachtagung: Oberstarzt Bruno Most informiert Reservisten. Foto: Koch

Kassel. 140 Ärzte, Apotheker und Sanitätsfachleute aus acht Bundesländern, die im Sanitätsdienst der Bundeswehr als Reservisten dienen, tagen seit gestern im Hotel La Strada. Bei der Fachtagung des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung geht es um die Organisation des Bevölkerungsschutzes bei Katastrophen und großen Schäden.

Seit bei der katastrophalen Sturmflut 1962 an der Nordseeküste die Bundeswehr zu Hilfe gerufen wurde, gibt es die zivil-militärische Zusammenarbeit. Gesteuert werden Hilfseinsätze des Sanitätsdienstes der Bundeswehr von dem Anfang dieses Jahres neu aufgestellten Führungskommando mit Sitz in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) mit 1500 Soldaten und Diez an der Lahn (Rheinland-Pfalz) mit 500 Soldaten. „Die Unterstützung hat beim jüngsten Elbe-Hochwasser sehr gut funktioniert“, sagt der aus Kassel stammende Oberstarzt Bruno Most, Abteilungsleiter des Fachkommandos in Weißenfels.

Bundeswehrtagung im Hotel La Strada

Bundeswehrtagung im Hotel La Strada in Kassel

Flottillenapotheker Jochen Rasche ist einer der Reservisten, die den Kontakt zwischen den lokalen Krisenstäben in Städten, Landkreisen oder Regierungsbezirken und dem Sanitätsdienst der Bundeswehr herstellen. „Wir kennen uns in der jeweiligen Region aus und können dem Kommando eine fachliche Einschätzung der Lage bei Katastrophen liefern“, beschreibt er seine Aufgabe.

Zweimal jährlich bringt das Kommando die Reserveoffiziere und Reservefeldwebel auf den aktuellen Wissensstand. Das geht stets nur an Wochenenden, weil die Reservisten in der Woche als Ärzte oder Apotheker arbeiten.

Bis zum morgigen Sonntag geht es bei der Tagung in Kassel auch um den Bevölkerungsschutz des Schwalm-Eder-Kreises im Katastrophenfall, um taktische Notfallmedizin und die Abwehr von bioterroristischen Anschlägen. (ach)

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