Bundesweit 16 Einrichtungen geplant

Bundeswehr will künftig in Kassel Nachwuchs werben

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Kassel. Die Bundeswehr braucht Nachwuchs. Um künftig an neues Personal zu kommen, werden bundesweit 16 Karrierecenter aufgebaut. Eins davon entsteht in Kassel.

Ende November ist endgültig Schluss für die 52 Kreiswehrersatzämter, die es noch in Deutschland gibt. Die Nachwuchswerbung sowie die weiteren Aufgaben dieser Ämter werden gebündelt. Für Hessen wird das in Kassel geschehen. Die Kreiswehrersatzämter in Darmstadt, Gelnhausen, Wiesbaden und Wetzlar werden geschlossen.

Vorerst werden Bewerber, die freiwilligen Wehrdienst leisten oder sich als Soldat auf Zeit verpflichten wollen, noch in Kassel getestet. Künftig werden die ärztlichen und psychologischen Untersuchungen, Wissenstests und Sportprüfungen aber nur noch in bundesweit acht Assessment-Centern gebündelt, erklärt Regierungsdirektor Werner Arndt, Chef des Kreiswehrersatzamtes Kassel mit 90 Mitarbeitern. Nur die Hälfte der neuen Karrierecenter bekommt ein solches Musterungszentrum; Kassel ist nicht dabei. Bewerber aus Hessen müssen dann zur Eignungsprüfung nach Mainz, Hannover, Erfurt oder Düsseldorf fahren.

In Kassel bleibt es beim Standort an der Ludwig-Mond-Straße 41 in der ehemaligen Jägerkaserne. Und es soll weiterhin drei Außenstellen der Behörde in Höxter, Fritzlar und Stadtallendorf geben, die nicht nur für die aktiven Soldaten, sondern auch für Reservisten und die Berufsförderung der ausscheidenden Zeitsoldaten zuständig bleiben.

Künftig aufgebaut werden zudem bundesweit 110 kleinere Karriere-Beratungsbüros, die in Hessen in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Wetzlar, Gelnhausen und Bad Hersfeld entstehen.

Das Karriecenter in Kassel ist künftig für 4800 Soldaten und 2800 Reservisten in ganz Hessen zuständig. Rund die Hälfte der Freiwilligen aus Hessen für die Bundeswehr wird derzeit in Kassel rekrutiert. (ach)

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