Bunkerführungen im Weinberg abgesagt - Neue Gänge freigelegt

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Labyrinth unter der Erde: Das Stollensystem im Weinberg ist verzweigt. Die Gänge haben eine Gesamtlänge von 2,7 Kilometern.

Kassel. Überraschende Entdeckung im Weinberg-Bunker: Das verzweigte Stollensystem war offenbar bisher noch nicht in seiner Gänze bekannt. Jetzt sind in der weitläufigen unterirdischen Anlage neue Hohlräume entdeckt worden.

Dabei handelt es sich offenbar um einen direkt von der ehemaligen Henschel-Villa ausgehenden Bunker.

Ein Panoramafoto vom Weinberg sehen Sie hier.

Weil zurzeit noch nicht beurteilt werden könne, ob die neu entdeckten Hohlräume standfest sind, sind die Bunkerführungen aus Sicherheitsgründen vorerst abgesagt, teilte Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp mit. Genaueres zu den neuen Bunkerräumen könne sie noch nicht sagen. „Es werden jetzt Größe, Lage, Zugang und Raumprofil der Anlagen untersucht.“ Erst danach könne man einschätzen, was die Entdeckung für die Gesamtanlage bedeutet und ob die Führungen, die vom Feuerwehrverein organisiert werden, wiederaufgenommen werden können.

Wissenswertes über den Weinberg im Regiowiki

Unklar ist auch noch, was der Fund für die documenta 13 bedeutet, die den Weinberg-Bunker als einen der Standorte für die Weltkunstschau im kommenden Jahr ins Auge gefasst hat. Dort soll nach Vorstellung von Leiterin Carolyn Christov-Barkagiev ein Kunstwerk gezeigt werden. Wegen seiner Funktion im Zweiten Weltkrieg passe er gut zum Leitthema der Ausstellung "Zusammenbruch und Wiederaufbau".

Für die Nutzung muss aber die Sicherheit der Besucherströme gewährleistet sein, was auch ohne die Entdeckung des neuen Bunkers schon eine Herausforderung war. Eine Reaktion auf die Sperrung der Anlage war am Mittwoch von der documenta-Pressestelle nicht zu erhalten.

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