Bunt, schrill, politisch: Christopher-Street-Day in Kassel

Kassel. Sie sind bunt, sie sind schrill, sie sind aber auch politisch. Am Samstag zog die alljährliche schwul-lesbische Parade zum Christopher-Street-Day von der Stadthalle zum Rathaus an der Oberen Königsstraße.

Ein tagesaktuelles Anliegen diesmal: Die Forderung nach Freiheit für drei Mitglieder der feministischen Punkrock-Band Pussy Riot. Die wurden in Moskau zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Ihr Verbrechen: Sie hatten in einer Kathetrale gegen Präsident Wladimir Putin protestiert.

Christopher-Street-Day in Kassel

Gegen Unterdrückung und Ausgrenzung setzen sich Schwule und Lesben seit vielen Jahren öffentlich zur Wehr. Auslöser für den Protesttag waren 1969 Übergriffe der Polizei gegen Homosexuelle in Lokalen an der Christopher Street in New York. Die erste Demonstration in Deutschland fand 1972 in Münster statt. Eine Hochburg für die schwul-lesbischen Paraden ist Köln. Dort ist beim Christopher-Steet-Day (CSD) auf den Straßen ähnlich viel los wie beim Rosenmontagsumzug.

„Wir sind da - immer und überall“ lautete das Kasseler Motto in diesem Jahr. In Anlehnung an den berühmt gewordenen Ausspruch des Berliner Stadtoberhaupts Klaus Wowereit hat Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen den CSD-Teilnehmern bescheinigt: „Und das ist auch gut so“.

Es sei wichtig, sichtbare Zeichen für ein Zusammenleben in Würde und gegenseitiger Achtung zu setzen. (tos)

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