Investor für Grundstück am Mulang steht schon bereit

Burgfeld-Krankenhaus soll 2015 abgerissen werden

Soll Platz für neue Bebauung machen: Das Burgfeld-Krankenhaus am Mulang stellt seinen Betrieb in den nächsten Monaten ein und soll 2015 abgerissen werden. Foto: Koch

Bad Wilhelmshöhe. Es ist eines der attraktivsten Grundstücke, die man in Kassel kaufen kann. 5000 Quadratmeter in bester Lage am Mulang, Villen in der Nachbarschaft, mitten im Kurbezirk. Entsprechend groß ist das Interesse am Burgfeld-Krankenhaus, das als Klinikstandort aufgegeben wird.

Die Verkaufsverhandlungen für das Gelände an der Wigandstraße sind weit fortgeschritten. Das bestätigt der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband mit Sitz in Marburg, dem das Grundstück samt Immobilie gehört. Über den Kaufpreis gibt es keine Angaben. Zum Zeitplan schon. Wenn die Erweiterungen der Diakonie-Kliniken an der Goethestraße abgeschlossen sind, ziehen die letzten Abteilungen des Burgfeld-Krankenhauses um. In wenigen Wochen werde man voraussichtlich so weit sein, genauere Pläne für den Standort an der Wigandstraße vorzulegen, sagt Reinhard Kilian von der Kasseler Firma Heindrich Immobilien. Dann wolle man das Projekt ausführlich im Ortsbeirat Bad Wilhelmshöhe vorstellen.

Schon jetzt ist klar, dass mit der Braunschweiger Kanada Bau GmbH ein Investor in den Startlöchern steht. „Ja, wir wollen auf dem Gelände bauen“, sagt Frank Becker, der mit Kanada Bau auch Investor für das Gebäude von Sport Scheck auf dem Overmeyer-Grundstück am Königsplatz war.

In den vergangenen Wochen liefen Verhandlungen mit der Stadt, die am Mulang gerade strengere Vorgaben für den Schutz der großzügigen Villenlage verabschiedet hat. Man habe ein starkes Interesse daran, dass das bisherige Krankenhausgelände attraktiv gestaltet werde, sagt Baudezernent Christof Nolda.

Bisher Plattenbau

„Die Neubauten mit Eigentumswohnungen werden sich gut in das Umfeld einpassen, das wird hochwertig“, verspricht Reinhard Kilian. Für die Planung sei der Kasseler Architekt Hans-Georg Ohlmeier zuständig. Prägend für das Burgfeld-Krankenhaus sind bislang die Plattenbauten, die 1972 für die abgerissenen historischen Gebäude auf dem Gelände entstanden.

Das Krankenhaus, das zu den Diakonie-Kliniken gehört, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Altersmedizin spezialisiert. Die Pläne, dass der Standort aufgegeben werden soll, sind schon länger bekannt. Die Diakonie-Kliniken, die bisher auf mehrere Standorte in Kassel verteilt sind, sollen an der Goethestraße konzentriert werden. Dafür wurden in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert.

Von Thomas Siemon

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