Beamte nahmen verletzten Vogel in Gewahrsam

Bussard hüpfte Polizei davon

Dieser kann fliegen: Einen verletzten Mäusebussard, wie hier abgebildet, hat die Polizei einem Falkner übergeben. Archivfoto: Zerbst /

Kassel. Ganz alltäglich war der Einsatz nicht, zu dem Beamte des Polizeireviers Ost am Dienstagmittag ausrückten. Sie waren ins Güterverkehrszentrum (GVZ) im Kasseler Stadtteil Waldau gerufen worden. Dort sorgte ein verletzter Mäusebussard auf den Gleisen für Aufsehen.

Einfangen ließ sich der flugunfähige Greifvogel von den Beamten allerdings nicht. „Immer wieder entzog sich der Greifvogel hüpfend seiner Ingewahrsamnahme“, teilte Polizeisprecher Torsten Werner mit. Dabei wollten diese ihn nur zu seinem Schutz einfangen.

Hilfe bekamen die Polizisten des Reviers Ost von einer benachbarten Firma für Industrieverpackungen, wo sie sich mit einem Pappkarton bewaffneten. Zudem nahmen sie sich noch eine Wolldecke aus ihrem Streifenwagen, „deren Einsatzzweck sonst nur Zweibeinern ohne Flügel gewidmet ist“, sagte Werner. Nach kurzer aber sorgsamer Planung sei es den Beamten nach nur wenigen Minuten gelungen, den Bussard „unter der Decke festzusetzen und ihn im Pappkarton einzubuchten“.

Die Leitstelle der Kasseler Polizei hatte unterdessen schon einen fachkundigen Ansprechpartner zur Pflege des Greifvogels ausgemacht. Nach dem Einsatz, der etwa eine Stunde dauerte, sei der Bussard einem fachkundigen Falkner übergeben worden. Sobald der Vogel wieder genesen ist, solle er wieder in Freiheit entlassen werden.

Wodurch der Vogel verletzt worden sei, habe sich nicht abschließend klären lassen, sagte Werner. Mitarbeiter des GVZ gaben an, dass der Bussard vermutlich vor eine Fensterscheibe geflogen war und sich so die Verletzungen zugezogen habe. (clm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.