Freie Fahrt für elektrische Krankenfahrstühle

Busse und Bahnen der KVG befördern wieder Scooter

Einsatz für mehr Mobilität: Auch Horst Effmert hatte sich darüber beklagt, dass die KVG Menschen, die auf einen Scooter angewiesen sind, nicht mehr befördern wollte – mit Erfolg. Archivfoto: Fischer

Kassel. In den Bussen und Straßenbahnen der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) werden Elektroscooter wieder befördert.

Ende des vergangenen Jahres hatte die KVG die elektrischen Krankenfahrstühle aus Sicherheitsgründen von der Beförderung ausgeschlossen. Daraufhin gab es viel Kritik von älteren und behinderten Menschen, die auf die kleinen Elektromobile angewiesen sind.

Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Ende November vor dem ungesicherten Scooter-Transport in Bussen und Bahnen gewarnt hatte, will ein weiteres Gutachten zu diesem Thema abwarten, um anschließend seine Hinweise zu präzisieren. Die KVG hat sich jetzt gegen die Empfehlung entschieden, „weil nach neuerlicher Prüfung das Gefährdungspotenzial sowohl für die Nutzer der Elektroscooter als auch für andere Fahrgäste als sehr gering bewertet wird“, sagt Sprecherin Heidi Hamdad.

Personal soll entscheiden

Künftig soll das Fahrpersonal in jedem konkreten Fall entscheiden, ob ein Elektroscooter mitgenommen werden kann. Ist ein Bus oder eine Bahn etwa zu voll, kann der Fahrer die Beförderung des Gefährts untersagen.

Die KVG prüft zusätzlich die Ausstattung ihrer rund 76 Busse mit Rückhaltesystemen, um die Sicherheit bei der Beförderung von E-Mobilen weiter zu erhöhen. Hintergrund ist, dass die wenig wendigen Scooter in den engeren Mehrzweckabteilen der Busse nicht so sicher aufgestellt werden können wie in den Straßenbahnen und in einem Bus bei einer starken Bremsung höhere Kräfte auftreten. (ach)

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