Am Verkehrskonzept für den Bergpark Wilhelmshöhe wird weiter gefeilt

Busse im Minutentakt

Ein besonderes Schauspiel: Tausende Besucher erfreuten sich an den beleuchteten Wasserspielen im Bergpark Wilhelmshöhe, am Blick auf den illuminierten Herkules und die große Wasserfontäne. Archivfoto:  Schachtschneider

Kassel. Der Bergpark Wilhelmshöhe gehört laut der Deutschen Zentrale für Tourismus zu den 100 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Seitdem Kassel das Welterbeprädikat erhielt, treffen vor allem an Wasserspieltagen – 49 gab es in diesem Jahr – Touristenbusse im Minutentakt ein. Die Zahl der Bergpark-Besucher, die die Wasserkünste bestaunen wollen, habe sich bei durchschnittlich 6000 eingependelt, erläutert Natascha Callebaut, Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Vor allem viele Tagesbesucher zieht es bevorzugt an den Wasserspieltagen mittwochs und sonntags in Richtung Schloss und Herkules.

Viele Gäste bleiben gern auch länger. So rechnet Kassel-Marketing-Chefin Angelika Hüppe damit, dass die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um annähernd zehn Prozent steigen könnte: „Derzeit liegen wir bei 9,1 Prozent plus zum Vorjahr. Dieser Vorjahresrekord (documenta-Jahre nicht einbezogen) lag bereits bei 836 000 Übernachtungen, die auf 461 000 Gäste entfielen. So kann sich Kassel nicht nur im Welterbestatus sonnen, der Wirtschaftsfaktor Tourismus beschert der Stadt laut Prognosen etwa 524 Mio. Euro Wertschöpfung pro Jahr.

Allerdings stellt der Touristenansturm Stadt und Museumslandschaft vor echte Herausforderungen: An Wasserspieltagen sorgen Blechlawinen rund um den Bergpark mitunter für Chaos, und die Kapazität der Zubringerbusse reicht oft nicht aus. Man werde in der gemeinsamen Rückbetrachtung mit der Stadt Bewährtes und nicht Bewährtes unter die Lupe nehmen und weiter am Verkehrskonzept arbeiten, sagt MHK-Sprecherin Callebaut.

Dabei gebe es nicht die eine Lösung, betont Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Vielmehr sei ein flexibles Konzept mit unterschiedlichen Maßnahmen erforderlich. So würden Besucher gebeten, rechtzeitig und vorzugsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Parkplätze effektiver genutzt

Bewährt habe sich der Einsatz von Parkplatzeinweisern seit dieser Saison. So sei es durch effektive Nutzung gelungen, auf den Parkplätzen Wilhelmshöhe und Herkules nahezu doppelt so viel Parkraum zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich könne am Herkules an der Kreisstraße 6 einseitig geparkt werden. „Das hat gezeigt, dass an beiden Parkeingängen (Herkules und Wilhelmshöhe) ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen“, sagt Happel-Emrich.

Darüber hinaus würden an den Stadteingängen Auestadion und Dresdener Straße LED-Anzeigen geschaltet, die ebenfalls die vollen Parkplätze anzeigen und auf die Parkflächen in der Innenstadt sowie die mögliche Weiterfahrt mit dem ÖPNV hinweisen.

Reisegruppen und Reisebusse würden bereits im Voraus eingehend über Parkmöglichkeiten informiert. So hätten sie die Möglichkeit, ihre Gäste entweder am Herkules oder am Schlossplateau aussteigen zu lassen und am Parkplatz Ochsenallee wieder aufzunehmen. (hei/asz)

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