Café mit Zuhausegefühl

Zwei Freundinnen haben das traditionsreiche Café Hahn wieder eröffnet

Kassel. Dieses „Zuhausegefühl“ haben sie lange Zeit vermisst, jetzt möchten sie es auch anderen wiedergeben: Karin Freudenstein und Anke Schäfer haben das legendäre Café Hahn im Vorderen Westen neu eröffnet.

Der erste Ansturm am Dienstag macht ihnen Mut, dass sie sich richtig entschieden haben, einen alten Traum zu verwirklichen.

Denn das Café Hahn an der Pestalozzistraße war einst ihre Stammkneipe, ein Treffpunkt für Freunde. Anke Schäfer half damals oft auch in der Backstube aus, um Mario (Rio) Schmitt und seinen Zwillingsbruder Ronald zu unterstützen. Bis Rio plötzlich starb, und sein Bruder das Café aufgab.

Das traditionsreiche Café, das 1959 von der Familie Hahn als Konditorei eröffnet wurde, hat im Laufe der Jahre viele verschiedene Besitzer erlebt. Im Sommer vergangenen Jahres erfuhr es zeitweise einen Ansturm, als ein veganes Café eröffnete. Im Dezember wechselte noch einmal der Besitzer, bis auch dieser im Frühjahr aufgab.

Seitdem Karin Freudenstein und Anke Schäfer vor rund vier Wochen mit der Renovierung begannen, standen immer wieder Passanten und Nachbarn vor der Tür und wollten wissen, wann das Café wieder aufmacht, freuen sich die Freundinnen über die Resonanz und Verbundenheit im Stadtteil. Für sie solle ihr Café ein neuer Treffpunkt sein, wünschen sich die Betreiberinnen. Dafür bieten sie ihren Gästen selbst gebackenen Kuchen und Waffeln (mit Bio-Eiern), Bio-Kaffee und den ganzen Tag über verschiedene Frühstücksvarianten. Auch einen veganen Kuchen und ein veganes Frühstück soll es geben.

Montags Ruhetag

Ab heute hat das Café Hahn täglich (außer montags) von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Bei schönem Wetter sitzt man gern auch auf der Terrasse. Ansonsten bieten die großen Fenster einen freien Blick auf die Gründerzeithäuser in der Nachbarschaft. Ein beliebter Platz dürfte das antike Sofa sein, das sich auch im Logo wiederfindet. „Ich brauchte eine neue berufliche Herausforderung“, sagt Karin Freudenstein, die eine lange Gastronomieerfahrung mitbringt und in den vergangenen sechs Jahren im Personalbereich bei SMA gearbeitet hat.

Anke Schäfer wird ihren Hauptberuf als Sozialpädagogin halbtags weiter ausüben. Personelle Verstärkung haben sich die Inhaberinnen mit sieben Aushilfskräften auf 450-Euro-Basis gesucht. So sollte auch der erwartete erste Andrang zu bewältigen sein.

Von Martina Heise-Thonicke

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