Gründe: Baukostensteigerungen und Nano-Forschungszentrum

Uni Kassel: Campus Nord wird 224 Millionen Euro teurer

Kassel. Nicht nur Herkulessanierung und Museumsneubauten, sondern auch der neue Campus Nord der Universität Kassel wird teurer: Statt 226 Millionen Euro schnellen die Kosten auf geschätzte 450 Millionen Euro.

Uni-Pressesprecherin Annette Ulbricht macht auf HNA-Anfrage insbesondere die Steigerung der Baukosten und aufwändige Baugründungen dafür verantwortlich.

Nicht eingerechnet in der ursprünglichen Kostenrechnung war allerdings ein Forschungszentrum für Nanowissenschaften mit etwa 20 Mio. Euro Mehrkosten. Die Uni erhofft sich für dieses Projekt Geld vom Bund. Der Bauantrag beim Wissenschaftsrat war in einer ersten Runde erfolgreich. Allerdings besteht die Auflage, das 40 bis 50 Mio. Euro teure Gebäude flächenmäßig kleiner zu planen. Erst im kommenden Jahr wird die Entscheidung fallen.

In diesem Fall müsste das Land Hessen die Komplementärmittel stellen und die Hälfte der Kosten tragen. Das ist einer der Gründe, warum das hessische Wissenschaftsministerium mit Eva Kühne-Hörmann (CDU) an der Spitze vorsichtig reagiert, wenn es um die Realisierung der geplantzen naturwissenschaftlichen Gebäude geht.

Herabgeschaut: Über den Dächern der Kasseler Uni

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Der Forschungsbau für die Nanowissenschaften entscheide ganz wesentlich über die Finanzierungsfrage, sagte Ministerumssprecher Dr. Ulrich Adolphs auf HNA-Anfrage. Wegen der Kostensteigerungen könnten deswegen künftige Baumaßnahmen nur schrittweise geklärt werden. Darüber hinaus habe die Uni noch kein Raumprogramm vorgelegt für die naturwissenschaftlichen Gebäude. Dies sei eine wesentliche Vorlage für die Aufstellung des Landeshaushalts. Das Programm wird Ende Juni dem Ministerium vorgelegt, sagte Ulbricht.

Unipräsident Prof. Rolf-Dieter Postlep ist es wichtig, dass die Naturwissenschaften neu gebaut und der jetzige Standort in Oberzwehren aufgegeben wird.

Von Beate Eder

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