Unibau in der Nordstadt: Große Mehrheit im Ausschuss für Stadtentwicklung

Campus-Plan beschlossen

Kassel. Mit überwältigender Mehrheit hat der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner Sitzung am Mittwochabend dem städtischen Bebauungsplan für den Campus Nord der Universität Kassel zugestimmt.

Allein die Linken stimmten mit Nein. Norbert Domes sah formale Mängel in der Magistratsvorlage, weil die Einwände - insbesondere des BUND - nicht gänzlich abgedruckt worden waren.

Das bedeutet grünes Licht für das in Kassel zurzeit größte Bauprojekt zwischen Gottschalk- und Moritzstraße in der Nordstadt, das 450 Millionen Euro kosten soll. Dort sind Neubauten für den Fachbereich Architektur und für die Naturwissenschaften vorgesehen. Außerdem entsteht dort ein Studentenwohnheim und der von Stadt und Uni gemeinsam betriebene Science Park.

Mit dem Beschluss stimmte der Ausschuss auch einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und dem Bauherrn, dem hessischen Wissenschaftsministerium zu. Der Vertrag regelt die hohe architektonische und städtebauliche Qualität und trägt für ausreichend Stellplätze für Fahrräder und Autos Sorge.

Angesichts von etwa 30 Studenten, die die Sitzung aufmerksam verfolgten, spielte das studentische Kulturzentrum K 19 eine große Rolle. Formulierungen in der Vorlage hatten zu dem Missverständnis geführt, das K 19 sollte nicht weiterbetrieben werden (die HNA berichtete).

Dem ist aber nicht so. Deswegen gab der Ausschuss eine schriftliche Erklärung ab, dass der Bebauungsplan der Nutzung des K 19 nicht entgegenstehe. Der Eingang der studentischen Einrichtung muss wegen des neu zu bauenden Studentenwohnheims versetzt und es müssen schalldämmende Türen und Fenster eingesetzt werden, erläuterte Klaus Sausmikat, Leiter der Uni-Abteilung Bau, Technik, Liegenschaften. Auch die Lüftungsanlage müsse optimiert und die Sanitäranlagen müssten beseitigt werden. Zurzeit beschäftige sich ein Uniprojekt im Fachbereich Architektur mit den Umgestaltungen, sagte er. Konkrete Pläne dazu gebe es noch nicht.

Weiteres Thema war der Baumbestand. Die Stadt sei nicht verpflichtet, Ausgleichsmaßnahmen für gefällte Bäume zu schaffen, sagte Annette Spielmeyer vom Stadtplanungsamt. Dennoch sei es wichtig, Bäume zu ersetzen, wie dies etwa entlang der Ahna und an der neuen Cafeteria an der Moritzstraße geschehen werde.

Die Linke hatte dazu einen Änderungsantrag gestellt, dass die Kastanien am Lucius-Burckhardt-Platz erhalten bleiben sollen. Dieses Ansinnen lehnten die Ausschussmitglieder mehrheitlich ab. (bea)

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