Bauarbeiten für Kindergarten und Studentenwohnheim beginnen – 10,6 Mio. Euro

Der Campus wird jünger

Erste Spatenstiche fürs Kinderhaus: Mädchen und Jungen der U 3-Gruppe auf dem Campus gaben Sandhaufen frei für die Bauarbeiten. Im Hintergrund Vertreter von Universität, Studentenwerk und Land Hessen - in der Mitte Ministerin Eva Kühne-Hörmann. Foto: Herzog

Kassel. Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Die ersten Bauprojekte auf dem Uni-Campus, der sich künftig weiter nach Norden ausdehnen wird, kommen in die heiße Phase. Mit einem ersten Spatenstich in einem großen Sandhaufen gaben die Kinder der U 3-Betreuung des Studentenwerks das Startsignal für den Beginn der Bauarbeiten: Auf dem Gelände an der Gottschalkstraße werden ein Kindergarten und ein Studentenwohnheim gebaut.

Nächste Woche ist Richtfest für den Anbau der Zentralmensa, und in der Woche darauf wird der Grundstein für das neue Hörsaal- und Campus-Zentrum gelegt. Entlang der Moritzstraße ist es nicht zu übersehen: Die Uni Kassel wächst.

Als Erstes kommt der Nachwuchs dran: Das „Kinderhaus“ mit 65 Betreuungsplätzen soll sich nächstes Jahr im Spätsommer mit Leben füllen. 35 Plätze sind für unter Dreijährige vorgesehen.

Von den Gesamtkosten von 2,3 Mio. Euro trägt den Löwenanteil das Land Hessen mit 1,74 Mio. Euro aus seinem Hochschulbauprogramm Heureka. Weitere Zuschüsse kommen aus dem EU-Fonds EFRE (500 000), aus dem U 3-Programm des Bundes (345 000) und von der Universität (102 000).

Mit den Lehr- und Forschungsflächen müsse auch die soziale Infrastruktur der Universität wachsen, betonte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. „Der Kampf um die besten Wissenschaftler wird nicht nur durch exzellente Forschungsbedingungen, sondern auch gute Betreuungsmöglichkeiten entschieden.“ Das neue Wohnheim mit 165 Plätzen soll zum Wintersemester 2013 / 14 bezugsfertig sein. Die Kosten von 8,3 Mio. Euro stemmt das Studentenwerk allein – eine „Herkulesaufgabe“, wie stellvertretender Geschäftsführer Thomas Lehmann sagte. In dem Gebäude, das ebenso wie das Kinderhaus von den Architekten Berger Röcker (Stuttgart) entworfen wurde, sollen überwiegend ausländische Studenten ein Zuhause auf Zeit finden.

„Der Campus wird jünger, lebendiger und internationaler“, sagte Uni-Kanzler Dr. Robert Kuhn. Die verbesserte Familienfreundlichkeit für Studenten und Uni-Mitarbeiter durch den neuen Kindergarten liege der Hochschule sehr am Herzen. Durch das Wohnheim werde der Campus auch nach Vorlesungsende noch stärker zum Lebensraum. Damit Nachtleben und Wohnen nicht in Konflikt geraten, soll der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende studentische Club K 19 noch besseren Lärmschutz bekommen.

Von Katja Rudolph

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