Demo: Castor-Nachbau rollt am 15. November durch Kassel

Kassel. Mit einer täuschend echten Castor-Attrappe auf einem Tieflader werden Atomkraftgegner am Dienstag, 15. November, in Kassel gegen den für Ende des Monats geplanten Atommülltransport nach Gorleben protestieren.

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Die Aktion, die von Demonstranten in Strahlenschutzanzügen begleitet wird, wurde nach Angaben der Stadt von dem politischen Beteiligungsnetzwerk Campact ordnungsgemäß angemeldet. Campact veranstaltet diese Kundgebungen nach eigenen Angaben in zehn deutschen Städten entlang der geplanten Atomtransportroute und fordert damit zugleich das Aus für den Salzstock Gorleben als als Endlager-Standort.

Die 2004 gegründete Organisation mit Sitz in Verden an der Aller organisiert Kampagnen zu einer großen Bandbreite politischer Themen. Zu den erklärten Zielen gehören der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen, des Sozialstaates sowie der demokratischen Teilhabe. In dem internetbasierten Netzwerk sind derzeit gut 500 000 Menschen registriert, die sich an den Kampagnen beteiligen.

Die Aktion in Kassel soll um 14 Uhr auf dem Rainer-Dierichs-Platz vor dem Kulturbahnhof beginnen. Von dort setzt sich der nachgebaute Castor-Lkw über Kurfürstenstraße, Scheidemann- und Ständeplatz sowie die Fünffensterstraße zum Rathaus in Bewegung. Geplant ist, dass die Demonstrationsteilnehmer den Transporter jeweils mit symbolischen Sitzblockaden zum Abbiegen veranlassen.

Nachdem der Tieflader am Rathaus eingetroffen ist, soll es dort um 15.30 Uhr eine Abschlusskundgebung geben. Dabei werden Unterschriften gegen ein Endlager in Gorleben gesammelt, teilen die Organisatoren mit. (asz)

Rubriklistenbild: © dpa

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