Mit Umbau wurden Stellflächen für Anlieger verdoppelt

CDU fordert: Anwohnerparkplätze an Goethestraße beschränken

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Tagsüber viele Anwohnerparkplätze frei: Dieses Foto entstand gegen 12 Uhr und zeigt freie Anwohnerstellflächen an der Goethestraße / Ecke Olgastraße.

Kassel. Nach der FDP fordert nun auch die Kasseler CDU-Fraktion eine zeitliche Einschränkung der Anwohnerparkplätze an dem umgestalteten Abschnitt der Goethestraße. Wie berichtet, stehen etliche Flächen für Anlieger tagsüber leer, während andere Autofahrer verzweifelt nach freien Parkplätzen suchen.

Nach Informationen der Stadt war die Zahl der Anwohnerparkplätze mit dem Umbau der Straße im vergangenen Jahr von 39 auf 79 verdoppelt worden. Die große Nachfrage habe dies erfordert.

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„Wenn tagsüber eine nicht unerhebliche Anzahl der neu ausgewiesenen Anwohner-Parkplätze nicht genutzt wird, sollte die Stadt über eine bedarfsgerechte und zeitlich begrenzte Einschränkung nachdenken“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dominique Kalb. Es sei kein Problem, zunächst durch Verkehrszählungen die durchschnittliche Anzahl der freien Anwohnerparkplätze zu ermitteln und danach zumindest einen Teil dieser freien Plätze tagsüber für Kurzparker zeitlich begrenzt freizugeben. Eine solche Begrenzung der Anwohnerparkplätze – etwa auf die Zeit von 16 Uhr bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr – hatte die Stadt bislang abgelehnt, da Beschwerden von Anliegern zu befürchten seien. Die Anzahl der Parkausweise von Anwohnern der Goethestraße habe sich seit 2009 von 44 auf 84 erhöht. Insgesamt befänden sich in dem Bewohnerbezirk, zu dem neben der Goethestraße, die Reginastraße, die Olgastraße sowie Teile der Querallee, Friedrich-Ebert-Straße, Pestalozzistraße und Bodelschwinghstraße gehörten, 155 Bewohnerparkplätze. Auf diese kämen 196 Parkausweise.

Zeitlich eingeschränkte Anwohnerparkplätze, die während der üblichen Arbeitszeiten auch für andere Autofahrer freigegeben sind, gibt es in der Stadt bislang nur in Ausnahmen. Etwa in der Straße „Graben“, gegenüber der Markthalle. An den Markttagen donnerstags und freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr dürfen dort alle Autofahrer für maximal zwei Stunden parken. Dies diene der Erleichterung des Marktverkehrs, teilt Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich mit.

Eine weitere Ausnahme macht die Stadt an der Regentenstraße (hinter dem Bundessozialgericht). Auch dort sind die Anwohnerparkplätze seit 2008 zwischen 9 und 15 Uhr für den restlichen Verkehr freigegeben, um die Parksituation im Umfeld des Wilhelmshöher Bahnhofs zu entschärfen. Es gebe aber zunehmend Beschwerden von Anwohnern, die tagsüber keine Parkplätze mehr fänden, sagt Happel-Emrich.

Von Bastian Ludwig

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