Michael Bathon legt Amt als stellvertretender Kreisvorsitzender nieder

CDU: Kiok fordert Kühne-Hörmann zum Rücktritt auf

Ernst Wegener und Eva Kühne-Hörmann nach der OB-Wahl im Rathaus Kassel.

Kassel. Feuer unterm Dach der CDU: Martin Kiok vom Stadtbezirksverband Harleshausen hat Parteichefin Eva Kühne-Hörmann während der Kreisvorstandssitzung am Samstag aufgefordert, ihr Amt als Kreisvorsitzende der CDU und auch ihr Stadtverordnetenmandat niederzulegen.

Mit dem Rücktritt solle sie – ob schuld oder nicht – die Verantwortung für die „verunglückte Führung“ der CDU durch die vergangene Wahlperiode und die Wahlniederlage vom 27. März übernehmen.

Sie könne dadurch den Weg freimachen für eine Erneuerung der Kasseler CDU, ist Kiok überzeugt. Der Rücktritt als Stadtverordnete sei nur die „überfällige Konsequenz aus ihrem peinlichen Fehlen“ bei Sitzungen der CDU-Fraktion und bei Aufsichtsratssitzungen. Doch seine Forderungen seien an Kühne-Hörmann abgeprallt, berichtet Kiok nach der Klausurtagung.

Sie sei als Spitzenkandidatin der CDU für die Stadtverordnetenversammlung angetreten und gewählt worden. Auch als CDU-Kreisvorsitzende sei sie für zwei Jahre gewählt, habe Kühne-Hörmann seine Rücktrittsforderungen weggewischt.

Nach Informationen der HNA zog Michael Bathon Konsequenzen. Er hat sein Amt als stellvertretender Kreisvorsitzender niedergelegt. Damit übernehme Bathon die politische Verantwortung für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Kommunalwahl, erläuterte Martin Kiok, der Bathons Schritt als „honorig und mutig“ bezeichnet. (abe)

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