1. Startseite
  2. Kassel

Ex-Ministerin Kühne-Hörmann will Oberbürgermeisterin werden: „Wir spielen auf Sieg“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Lohr

Kommentare

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann
Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). © Julia Cebella/dpa

Eva Kühne-Hörmann (CDU) will Kasseler Oberbürgermeisterin werden. Der Kreisvorstand der Partei hat sie als Herausforderin von Christian Geselle vorgeschlagen.

Kassel – Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) muss sich bei der Wahl im März 2023 gegen Kassels bekannteste Politikerin behaupten: Für die CDU wird die ehemalige hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann antreten.

Der Kreisvorstand der Partei schlug sie am Mittwochabend einstimmig vor. Die 60-Jährige soll noch vor der Sommerpause auf einem Parteitag nominiert werden.

Geselle bekommt Konkurrenz: CDU-Politikerin will an die Spitze in Kassel

In einer ersten Reaktion sagte die Christdemokratin gegenüber der HNA: „Ich freue mich und bin dankbar und stolz, dass mich der CDU-Kreisvorstand einstimmig nominiert hat. Wir spielen auf Sieg.“ Kühne-Hörmann war 13 Jahre lang Ministerin in Wiesbaden – erst für Wissenschaft und Kunst, zuletzt für Justiz.

Der neue Ministerpräsident Boris Rhein hatte sie durch Roman Poseck ersetzt. Die Kasselerin ist nun nur noch Landtagsabgeordnete. In ihrer Heimatstadt führt sie die CDU seit 2006. Stadtverordnete ist sie seit 1997. Über ihre neue Herausforderung sagt die Mutter zweier Kinder: „Als Oberbürgermeisterin meiner Heimatstadt würde ich mit Begeisterung die Interessen der Menschen in unserer Stadt wahrnehmen wollen.“

Sie verweist auf ihre langjährige Verwaltungserfahrung. Einst war die Juristin auch Büroleiterin des damaligen CDU-Oberbürgermeisters Georg Lewandowski: „Mir ist bewusst, was man als Oberbürgermeisterin bewegen kann. Es gibt zahlreiche Themen, die wir in der Stadt voranbringen möchten.“

Zugleich betont sie, wie wichtig Teamarbeit sei: „Als Oberbürgermeister muss man zusammenführen.“ Das ist als Seitenhieb auf Geselle zu verstehen, dem Kritiker immer wieder Alleingänge vorwerfen.

Der Rathaus-Chef hat schon angekündigt, für eine zweite Amtszeit anzutreten. Die SPD muss ihn auf einem Parteitag noch offiziell nominieren. Die Grünen, die die Koalition mit der SPD gerade aufgekündigt haben, wollen ihren Kandidaten nach der Sommerpause vorstellen. (Matthias Lohr)

Auch interessant

Kommentare