CDU-Stadtbezirksverband zur Wahl von Daniel B.: Es gab keine Alternative

Stefan Weidelich, Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Nord in Kassel

Kassel. Derzeit muss sich die Kasseler CDU vor allem eine Frage gefallen lassen: Wie konnte ein offenbar Rechtsradikaler in den Vorstand des CDU-Stadtbezirksverbandes Nord gelangen und dort – ohne dass er richtig gearbeitet hätte – zwei Jahre diesen Posten ausfüllen?

Wie die HNA gestern berichtet hatte, wurde Daniel B. im Dezember 2009 zum Schriftführer gewählt und war seitdem nicht mehr zu den Sitzungen der CDU erschienen.

Stefan Weidelich, Vorsitzender des Stadtbezirksverbandes Nord, begründet dies mit dem Mangel an Alternativen. An der Mitgliederversammlung im Dezember 2009 hätten fünf bis sechs Personen teilgenommen. „Wer in den Vorstand wollte, wurde gewählt. Ich kannte B. vom Studium und habe ihn vorgeschlagen. Es gab keinen Gegenkandidaten“, sagt Weidelich.

Als Daniel B. dann nicht zu den Sitzungen erschien, sei klar gewesen, dass er nicht länger im Vorstand bleiben könne. Allerdings sei eine vorzeitige Abwahl kompliziert. Deshalb habe der Stadtbezirksverband bis zur Mitgliederversammlung in diesem Dezember warten wollen, um dann einen neuen Schriftführer zu wählen. Nach der CDU-Satzung ist eine Abwahl nur möglich, wenn die absolute Mehrheit der Mitglieder dafür stimmt und diese Mehrheit mindestens 30 Prozent aller Mitglieder ausmacht.

Stefan Weidelich ist es wichtig klarzustellen, dass nie eine Freundschaft zwischen ihm und Daniel B. bestanden habe. (bal)

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