China-Ausstellung

Kunstwerke sollen für 13.000 Euro nachgebessert werden

Auf Eis gelegt: Seit zwei Monaten liegt der Flügel des Kunstwerks „Wing“ auf dem Boden, mittlerweile von Schnee bedeckt. Die 7000 Euro für einen stabilen Rahmen sind noch nicht bewilligt. Foto: Konrad

Kassel. Noch immer liegt der Flügel des Kunstwerks „Wing“ auf dem Weinberg am Boden. Anfang Oktober, einen Tag nach Eröffnung der Ausstellung „Alles unter dem Himmel gehört allen“ in der Kasseler Innenstadt, hatte ein Herbststurm das Kunstwerk so stark beschädigt, dass der Flügel abgenommen werden musste.

Jetzt soll der Flügel in einer veränderten Konstruktion mit einem stabilen Rahmen neu errichtet werden. Laut Prof. Klaus Siebenhaar, einem der Kuratoren der Ausstellung, sind die Planungen bereits seit zwei Wochen abgeschlossen. „Auch die Baufirma steht Gewehr bei Fuß“, sagt Siebenhaar. Aber das Geld sei vom Veranstalter, dem National Art Museum of China (NAMOC), noch nicht freigegeben. Das NAMOC ist eine staatliche Organisation.

Rund 7000 Euro soll die Änderung der Flügel-Konstruktion auf dem Weinberg kosten. „Erst wenn dieser Betrag vom NAMOC bewilligt ist, kann es losgehen“, sagt Siebenhaar. Die Kosten bewegen sich außerhalb des Ausstellungsbudgets.

Das ist auch der Grund, warum der „Fette Mann“, der durch ein Fenster in die Neue Galerie hineinschaut, noch immer mit einer Hilfskonstruktion gehalten wird. Die Figur samt Leiter soll dem Kurator zufolge auf einer schweren Stahlplatte befestigt werden. „Dafür muss das komplette Kunstwerk per Kran wieder abgebaut werden“, sagt Siebenhaar. Die Kosten: 5000 bis 6000 Euro. Auch dieses Geld muss vom NAMOC noch bewilligt werden.

Außerdem sollen die rot-weißen Absperrzäune um das Kunstwerk „Mein Garten“ am Frühstückstempel bald durch speziell designte Absperrungen ersetzt werden. „Die befinden sich derzeit an der Kasseler Kunsthochschule im Bau“, berichtet Siebenhaar. Sie sollen verhindern, dass die Steine vor allem bei Schnee und Eis bestiegen werden. Denn die scharfen Kanten bergen ein hohes Verletzungsrisiko.

Dem Kurator zufolge werden alle Kunstwerke der Ausstellung täglich inspiziert und Schäden umgehend gemeldet.

Chinesische Kunst im Stadtbild: Erste Impressionen

Chinesische Kunst im Stadtbild: Erste Impressionen

• Einmal im Monat bietet ein Team von Studenten samstags und sonntags Führungen durch die Ausstellung an. Anmeldung: Fax: 030/83 85 25 62, Tel. 01 76/86 70 69 56, E-Mail: chinesepublicart@gmail.com

Information: www.chinesepublicart.wordpress.com

Von Mirko Konrad

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.