Motto: Alles unter dem Himmel gehört allen

Kassel voll von chinesischer Kunst: „Ein Geschenk an die Stadt“

Pralle Schau: Hans Jochem Weikert (Stadt Kassel, von links), Kurator Prof. Klaus Siebenhaar (FU Berlin), Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Kurator Prof. Yu Ding (Kunstakademie Peking) mit einem Bild des „Fat Man“, der vor der Neuen Galerie zu sehen ist. 4 Fotos: Herzog

Kassel. Überall in Kassel trifft man sie bereits an: die Kunstwerke der Ausstellung „Alles unter dem Himmel gehört allen“, die am kommenden Dienstag eröffnet wird. Am Freitag stellten zwei der drei Ausstellungsmacher das Konzept der Schau vor.

Als größte Ausstellung chinesischer Gegenwartskunst, die je im Ausland stattgefunden hat, sorgt sie auch in China für großes Medieninteresse. An 20 Standorten von der Treppenstraße bis zum Fulda-Ufer zeigen chinesische Künstler ihre Werke im öffentlichen Raum.

Prof. Klaus Siebenhaar von der Freien Universität Berlin, der die Ausstellung zusammen mit Prof. Yu Ding von der zentralen Pekinger Kunstakademie und Prof. Fan Di’An vom Staatlichen Kunstmuseum konzipiert hat, nannte die Schau ein großes Abenteuer und ein Experiment: Ein Jahr Vorlauf benötigte das Projekt, im Zuge dessen zahlreiche Arbeiten von China nach Kassel transportiert und hier installiert werden mussten. Anlass der Schau ist das chinesische Kulturjahr in Deutschland zum 40-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Fotostrecke: Erste Impressionen vom Stadtbild

Chinesische Kunst im Stadtbild: Erste Impressionen

Sonnenblumen bestimmen als Motiv die Arbeiten von Xu Jiang, so auch seine Installation „Sunflower“ auf dem Friedrichsplatz.

Zwei Hauptdarsteller habe die Schau, sagte Siebenhaar: die Künstler und die Stadt Kassel. Zum ersten Mal hätten sich chinesische Künstler mit ihren Arbeiten unmittelbar auf einen Ausstellungsort bezogen. Sie lernten Kassel bei Besuchen und durch Dokumentionen kennen. Was alle Künstler gleichermaßen fasziniert habe, sei die „Landschaft in der Stadt“, sagte Siebenhaar. Kassel werde von den Chinesen als schöne und harmonische Stadt wahrgenommen.

Fast zwei Millionen Euro kostet die Schau, wie Prof. Yu Ding sagte. Eine Anschubfinanzierung kam vom chinesischen Kulturministerium, den größten Teil finanziert die China Construction Bank (CCB). Siebenhaar betonte, von keiner staatlichen Seite sei auf die Auswahl der Künstler Einfluss genommen worden.

Prof. Yu Ding nannte die Schau ein „Geschenk an die Stadt Kassel zu ihrem Jubiläum“. Für dieses „großzügige Geschenk“ erntete er warme Dankesworte von Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Die Schau „Alles unter dem Himmel gehört allen“ endet am 18. Februar 2013 pünktlich zum Beginn der Feiern zum Stadtjubiläum.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.