Mitteldeutscher Sängerbund hat wieder einen Vorstand – Präsident Volker Bergmann

Die Chorkrise ist beendet

Der MSB-Vorstand: Karl-Heinz Wenzel (hinten, von links), Karl-Wilhelm Nau, Klaus Trollhagen, Michael Werner und Heinrich Meier. Vorn Michael Schröter, Hans Krug, Klaus-Dieter Kaschlaw, Annette Dönch, Volker Bergmann, Hans-Joachim Zwickirsch und Dr. Walter Vogt. Fotos: Büchling

Kassel/Kleinenglis. Die Führungskrise beim Mitteldeutschen Sängerbund (MSB) ist beigelegt. Beim Bundessängertag in Kleinenglis wurde jetzt innerhalb einer Dreiviertelstunde die komplette Führungsriege neu gewählt.

Volker Bergmann, bisher Vize, wurde zum Präsidenten gewählt. Der MSB vertritt 38 000 Sänger in 700 Chören. Im Juni war die Wahl eines Nachfolgers von Hans-Hermann Spitzer (Niedenstein) gescheitert. Zur Kandidatur hatte sich Monika Asthalter aus Spangenberg bereit erklärt. Überraschend war in der Versammlung geheime Wahl beantragt worden, obwohl es keinen Gegenkandidaten gab. Ergebnis: Asthalter wurde nicht gewählt, der MSB hatte keinen Präsidenten.

50 Delegierte wählten

Jetzt hatte der geschäftsführende Vorstand 54 Delegierte aus 19 Sängerkreisen eingeladen, um die Führung zu bestimmen. Und es gelang. 50 Delegierte waren gekommen und wählten den bisherigen Vize Volker Bergmann einstimmig zum Präsidenten. Der Wille, die Zerreißprobe zu überstehen und den Fortbestand des MSB zu sichern, war spürbar. Wahlleiter Helmut Daub rief den Delegierten zu: „Unser MSB ist wie eine Pflanze, auch er braucht Liebe.“ Der Zug stehe nun sinnbildlich schon im Bahnhof, die Passagiere säßen drin, und die Weichen seien gestellt. Er meinte damit die Wahlvorschläge, die im Vorfeld mit den einzelnen Sängerkreisen besprochen worden waren. Alle Wahlen fielen einstimmig aus.

Die neuen Mandatsträger versprachen eine konstruktive Zusammenarbeit, um die Weichen für das 175-jährige Bestehen des MSB in 2014 zu stellen.

Ihren Bundessängertag beschlossen die Delegierten mit dem von Bundeschorleiter Karl-Heinz Wenzel angestimmten Kanon „Abendstille überall“. Ein wenig Ruhe und Stille ist nun auch beim Mitteldeutschen Sängerbund eingekehrt.

Von Peter Büchling

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