Christoph 7: Anwohner wollen Protest auf politischer Ebene fortsetzen

Kassel. Die Anwohnerinitiative gegen den Fluglärm durch den Rettungshubschrauber am Rot-Kreuz-Krankenhaus will ihren Protest auf politischem Weg fortsetzen.

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Das Verwaltungsgericht Kassel hatte am Freitag einen Eilantrag von Anwohnern zurückgewiesen, die gefordert hatten, auf Notfall-Transporte zu beschränken. In einer Pressemitteilung der Anwohner, unterzeichnet von Wolfgang Hocke und Stefan Hellwig, heißt es, das Gericht habe sich „aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen des Luftverkehrsgesetzes offenbar gehindert gesehen, die Stationierung von Christoph 7 auf dem Luftlandeplatz umfassend zu überprüfen“. Durch den Beschluss ändere sich jedoch nichts daran, „dass der Flugbetrieb aufgrund der Stationierung dort in den unmittelbaren Anwohnerbereichen zu laut ist“, wie selbst der Gutachter des Krankenhauses festgestellt habe. Außerdem sei „die Belastung der Luft durch Treibstoffe und andere Schadstoffe stellenweise extrem hoch“.

Die Belastungen ließen sich aus Sicht der Anwohner verringern, wenn nur die notwendigen Patientenflüge zum Rot-Kreuz-Krankenhaus zugelassen würden. Ein Luftrettungszentrum mit Hubschrauberstationierung für ganz Nordhessen gehöre nicht in ein reines Wohngebiet, es gebe „vernünftige Alternativen zur Stationierung“, wie das vergangene Jahr gezeigt habe, als der Rettungshubschrauber ab Fuldatal geflogen sei.

Fazit der Initiative: „Zwar mag die Stationierung von Christoph 7 auf rechtlichem Weg nach so vielen Jahren nicht mehr angreifbar sein, politisch ist sie es nach wie vor. Diesen Weg hat die Initiative in der Vergangenheit beschritten. Sie wird das auch in Zukunft tun.“ (hai)

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