DRK bemängelt Kommunikation des Fördervereins

Christoph 7 durch Streit nicht in Gefahr

H. Gerhold- Toepsch

Kassel. Durch die Spannungen zwischen Förderverein und Trägern des Kasseler Rettungshubschraubers ist der Betrieb von Christoph 7 nicht gefährdet.

Laut Holger Gerhold-Toepsch, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Kassel gGmbH, ist die Finanzierung gesetzlich geregelt. Davon profitiere auch Christoph 7. Die Rettungsdiensttochter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betreibt den Rettungshubschrauber zusammen mit Bundespolizei und Rot-Kreuz-Krankenhaus.

Gerhold-Toepsch reagiert damit auf Berichte über Spannungen zwischen dem Förderverein von Christoph 7 und den drei Betreibern. Ein Grund für das Zerwürfnis ist die Verwendung von Spenden. Per Brief hatten die drei Organisationen im Frühjahr mitgeteilt, keine Unterstützung zu benötigen und zu einem Dialog eingeladen. Darauf habe der Förderverein seit acht Monaten nicht reagiert, sagte Gerhold-Toepsch. „Der Einsatz von Spendengeldern zugunsten der Luftrettung ist stets einer kritischen Prüfung zu unterziehen.“

Gerhold-Toepsch bestreitet, dass die Kasseler Luftrettung je eine Förderung von 20.000 Euro pro Jahr erhalten habe. Der Förderverein nimmt nach Angaben seines Vorsitzenden Dr. Peter Stahl pro Jahr etwa 10.000 Euro Mitgliedsbeiträge ein und noch einmal Spenden in gleicher Höhe. Alles komme der Luftrettung zugute.

Ein großer Teil der Spenden sei offenbar für „öffentlichkeitswirksame Aktionen“ ausgegeben worden, sagte Gerhold-Toepsch. „Wenn nicht einmal die Hälfte der Spenden beim Patienten auf der Trage ankommt, haben wir unsere Zweifel, ob die Mittelverwendung noch zweckgerichtet ist“, so Gerhold-Toepsch. (ant)

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