Anwohner scheitern mit Klage gegen Rettungshubschrauber

Christoph 7 bleibt auf Rot-Kreuz-Krankenhaus

Kassel. Das Verwaltungsgericht Kassel hat die Klage eines Ehepaars abgewiesen, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rot-Kreuz-Krankhaus in Wehlheiden wohnt. Die Kläger wollten sich gegen den Betrieb des Hubschrauber-Landeplatzes auf dem Dach des Krankenhauses zur Wehr setzen.

Den Hubschrauber-Landeplatz an der Virchowstraße gibt es seit 1975. Beschwerden wegen des Fluglärms hatte es in der Vergangenheit gelegentlich gegeben. Die haben sich zugespitzt, nachdem vor vier Jahren ein neues Hubschraubermodell für die Luftrettung in Betrieb genommen wurde. Eine Anwohnerinitiative kritisiert, dass es bei der Landung des Hubschraubers lauter als früher sei.

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Durch neue Verwaltungsvorschriften auf Bundesebene zum Betrieb von Hubschrauberlandeplätzen sahen die Kläger eine Chance für ihr Anliegen. Sie sind gegen Genehmigungsänderungen aus den Jahren 2009 und 2011 durch das Regierungspräsidium juristisch vorgegangen. In einem Eilverfahren im Februar wurde der Antrag bereits abgelehnt.

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Am Mittwoch bestätigte Richter Prof. Lothar Fischer diese Entscheidung. Es gebe keine wesentliche Änderung und auch keine Erweiterung des Flugbetriebs. Das Interesse der Kläger, vor Lärm- und Geruchsimmissionen durch den Flugbetrieb verschont zu bleiben, habe daher nicht erneut berücksichtigt werden müssen. Die von den Klägern beanstandete Stationierung des Rettungshubschraubers (tagsüber) auf dem Krankenhausdach, die Übungsflüge der Piloten und die Flüge morgens und abends vom Krankenhaus zum Hangar in Fuldatal habe es bereits in der Vergangenheit gegeben. Aufgrund der Genehmigung aus dem Jahre 1975 sei dies auch zulässig gewesen.

Gegen das Urteil können die Kläger beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof die Zulassung der Berufung beantragen.

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