Umbau der Plattform am RKH ist abgeschlossen – Regierungspräsidium gibt Freigabe

Christoph 7 landet wieder

Wieder im Anflug: Nachdem das Regierungspräsidium Kassel gestern die flugrechtliche Freigabe erteilt hat, darf der Rettungshubschrauber Christoph 7 wieder den Landeplatz auf dem Dach des Rot-Kreuz-Krankenhauses anfliegen. Archivfoto: Koch

Wehlheiden. Der Rettungshubschrauber Christoph 7 wird ab Montag wieder das Rot-Kreuz-Krankenhaus (RKH) in Wehlheiden anfliegen. Nach acht Monaten Umbauzeit ist die Landeplattform auf dem Klinikdach einsatzbereit. Fest stationiert wird der Helikopter dort aber erst Ende Januar, wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Gestern hat das Regierungspräsidium Kassel (RP) die flugrechtliche Freigabe erteilt. Nach Angaben von RP-Pressesprecher Jörg Wiegel gab es bei der Abnahme am Montag keine Beanstandungen. Für die Freigabe mussten aber noch zwei Nachweise zu Notfallplänen und der Feuerlöscheinrichtung vorgelegt werden.

Seit Beginn des Umbaus Ende März durfte Christoph 7 nicht mehr am RKH landen, wo er seit 36 Jahren stationiert ist. Stattdessen startete der Rettungshubschrauber zu seinen Einsätzen vom Flugplatz der Bundespolizei-Fliegerstaffel in Fuldatal-Ihringshausen, die auch die Piloten stellt. Patienten, die in der Wehlheider Klinik versorgt werden sollten, wurden auf anderen Landeplätzen, etwa am Krankenhaus Park Schönfeld, auf Rettungswagen umgeladen und ins RKH gefahren.

Jetzt kann das Krankenhaus wieder direkt angeflogen werden. „Das bedeutet einen wichtigen Zeitgewinn in der Notfallversorgung, bei der oft jede Minute zählt“, sagt RKH-Geschäftsführer Michael Gribner. Zusammen mit der neuen Intensivstation, die im kommenden Jahr bezogen werden soll, stärke der Landeplatz die Position des RKH als Notfallkrankenhaus.

Anflug hat sich verlängert

Hans Bäuml, Flugeinsatzleiter der Bundespolizei, bestätigt, dass sich die Anflugzeiten zu vielen Einsätzen durch die Stationierung in Fuldatal verlängert hätten. Ihr Schwerpunkt liege südlich und südwestlich von Kassel. Eine Anwohnerinitiative hatte gefordert, die Einsätze während des Umbaus genau auszuwerten. Das solle zeigen, ob Christoph 7 grundsätzlich in Fuldatal anstatt am RKH stationiert werden könne.

So wird es noch bis Ende Januar bleiben, denn erst dann werden auch die Diensträume für die Besatzungen fertig. Sie grenzen direkt an den Landeplatz an. Bis dahin ist Christoph 7 in Fuldatal stationiert und steuert das Rot-Kreuz-Krankenhaus nur mit Patienten an, die dort versorgt werden müssen. Danach geht es zurück nach Fuldatal. Erst wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird Christoph 7 ganztägig auf dem Klinikdach stehen, um nur für die Nacht zum Hangar in Fuldatal zu fliegen.

Mehr zu Christoph 7 lesen Sie im RegioWiki unter http://regiowiki.hna.de/Christoph_7

Das medizinische Team von Christoph 7 hält sich mit regelmäßigen Übungen fit. Ein Video zeigt ein Simulationstraining für Notfälle mit Kindern.

Von Marcus Janz

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