Clowns und Wildtier-Show

Premiere: Circus Probst begeisterte Besucher in Kassel

Kassel. Kamele, die zur Musik von Michael Jackson tanzen und eine Mann, der Ping Pong Bälle spuckt - das ist unter anderem der Circus Probst.

Mit einem bunten und unterhaltsamen Programm eröffnete die Schaustellertruppe dem Kasseler Festplatz ihre Tour, die unter dem Motto Leidenschaft steht. Schon die Eröffnungsnummer verursachte vor allem bei den jungen Zuschauern große Augen, als eine kleine Herde Kamele und Dromedare durch die Manege geführt wurde. Währenddessen dröhnten aus den Boxen verschiedene Hits des King of Pop, Michael Jackson. Und immer wieder hörte man vereinzelte Uhhhs und Ahhhs von den Zuschauern, die die exotischen Tiere bewunderten.

Doch nicht nur die Tiere, sondern auch die Künstler bekamen für ihre Darbietungen viel Beifall in dem halb vollen Zelt. Ein Jongleur schien bei seiner Vorführung die Gesetze der Schwerkraft außer Kraft zu setzen. Bälle, Stöcke und Ringe - egal, was er in die Luft warf, es schien dort sekundenlang stehen zu bleiben. Außerdem hätte man meinen können, dass dem Künstler zusätzliche Arme gewachsen seien.

Und was wäre schon ein Zirkus ohne Clowns? Die Castillo Brothers sorgen mit ihren komischen Einlagen für eine Unterhaltung, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprach. Egal ob auf Stelzen, als Marionetten oder mit Hula Hoop Reifen, die beiden Komiker wissen, wie sie das Publikum unterhalten müssen.

Bei der Nummer des Hochseilartisten Utnier stockte einigen Zuschauer der Atem. Unter der Decke des Zirkuszelts, etwa in fünf Meter Höhe, schwang sich der Künstler an einem Seil ohne Netz hoch über die Köpfe des Publikums. Was er dort darbot, war atemberaubend. Als der „Luftikus“ wieder sicher auf dem Boden der Manege stand, applaudierten die Zuschauer minutenlang.

Bei der Karawane der exotischen Tiere hatten die Besucher die Gelegenheit, Büffel, Lamas und Zebras bei verschiedenen Kunststücken zu bestaunen. Nur Emu Bonni wollte nicht ganz so wie der Circus-Direktor. Der australische Laufvogel hatte seinen ganz eigenen Willen - und folgte nicht dem Circus--Chef, sondern seinem Schnabel.

Höhepunkt der Show waren natürlich die weißen Löwen. Sechs große Raubkatzen, die von Dompteur Ludvik Berousek präsentiert wurden, stellten in dem Käfig in der Manege ihre Kraft und ihre Anmut zur Schau.

Vor Beginn der Zirkus-Show gab es vor dem Festplatz-Gelände eine angemeldete Demonstration, die sich für die Fortdauer von Tieren als Teil der Zirkusse aussprach. Gleichzeitig gab es aber auch vereinzelte Personen, die auf die nicht artgerechte Haltung der Tiere aufmerksam machten. Eine Frau wurde von der Polizei vom Platz verwiesen. (bek)

Bilder aus dem Zirkus

Premiere beim Circus Probst in Kassel

Weitere Vorstellungen des Circus Probst finden statt: heute und Montag um 16 Uhr, Freitag und Samstag um 16 Uhr und 19.30 Uhr, Sonntag um 11 Uhr und 16 Uhr.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.