Corona-Krise

Silvester in Kassel fast ohne Böller: Das gilt in der Stadt und im Kreis - Hohes Bußgeld droht

Rakten für Silvester
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Silvester 2020 in der Corona-Krise: Im Landkreis Kassel ist das Feuerwerk verboten worden, in Kassel ist es nur an bestimmten Orten erlaubt.

Wenige Tage vor Silvester haben Stadt und Landkreis Kassel in der Corona-Krise unterschiedliche Entscheidungen zum Feuerwerk getroffen. Es drohen teils hohe Strafen.

Kassel - Während der Kreis Knaller und Böller wegen Corona im gesamten öffentlichen Raum untersagt hat, gilt in Kassel lediglich ein Verbot an bestimmten Orten wie dem Bebelplatz, dem Nordstadtpark und dem Bettenhäuser Dorfplatz. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen, das je nach Einzelfall zwischen 200 Euro und 25.000 Euro beträgt.

Die hessische Landesregierung hatte das Abbrennen von Feuerwerk in ihrer Corona-Verordnung „an publikumsträchtigen öffentlichen Orten“ ohnehin verboten. Landkreise und Städte dürfen jedoch zusätzlich eigene Maßnahmen ergreifen.

Silvester in der Corona-Krise: Landkreis Kassel verbietet Böllern im öffentlichen Raum

Nach mehreren südhessischen Kreisen entschied sich nun auch der Landkreis Kassel für ein generelles Verbot an öffentlichen Orten. Laut Sprecher Harald Kühlborn sollen so „unnötige Gruppenbildungen an Silvester und an Neujahr“ unterbunden werden.

Zugleich empfiehlt der Landkreis „vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems dringend, auch im privaten Raum in diesem Jahr auf Feuerwerk zu verzichten“, wie Kühlborn erklärt.

Zwar gilt bundesweit bereits ein Verkaufsverbot für Feuerwerk. Doch das reicht laut Kreis allein nicht aus, um Ansammlungen wegen des Silvesterbrauchs zu vermeiden. Schließlich könne noch Feuerwerk aus den Vorjahren vorhanden sein. Die Stadt Kassel begründete ihre anders ausgefallene Entscheidung nicht.

Silvester in der Corona-Krise: Umweltschützer hätten generelles Verbot begrüßt

Auch Matthias Schäpers vom Kasseler Umwelthaus hätte ein generelles Verbot begrüßt. Durch den Verzicht auf Knaller würden nicht nur die Krankenhäuser entlastet, weil es weniger Verletzte „durch unsachgemäß verwendete und immer lauter werdende Böller“ gibt, sondern auch die Umwelt.

„In der Silvesternacht werden die Grenzwerte für Feinstaub teilweise um das 50-fache überschritten. Das Böllern zu Silvester passt nicht mehr in unsere Zeit“, erklärt Schäpers. Darum solle jeder auch in Zukunft den Kauf und Gebrauch von Feuerwerk hinterfragen.

  • „Bettenhäuser Dorfplatz“ (Stadtteil Bettenhausen), Teilstück der „Erfurter Straße“ zwischen „Kirchgasse“ und „Ringhofstraße“.
  • „Nordstadtpark“ (Nord-Holland); gesamte Grünfläche inkl. umlaufender Gehwege, zwischen Mombachstraße, Fiedlerstraße, Haarmannweg und Liebigstraße.
  • „Jägerstraße“ und „Untere Königsstraße“ (Innenstadt), „Jägerstraße“ zwischen Gießbergstraße und Untere Königsstraße; „Untere Königsstraße“ zwischen Kreuzung Am Stern bis zum Holländischen Platz, inklusive der Gehwege (öffentliche Flächen) vor den Liegenschaften „Wolfhager Str. 2“ und „Holländische Str. 17“.
  • „Wehlheider Platz“ (Wehlheiden), begrenzt durch die Liegenschaften „Kirchweg 36“, „Friedensstr. 2“, „Kirchweg 31“, entlang der Wittrockstraße bis zur „Wilhelmshöher Allee 123A“, entlang der Häuserfassade bis (erneut) zum „Kirchweg 36“.
  • „August-Bebel-Platz“ (Vorderer Westen), inklusive der den Bebelplatz umlaufenden Friedrich-Ebert-Straße samt der Gehwege bis zur Häuserfassade.
  • „Goetheanlage“ (Vorderer Westen): Der Bereich umfasst neben der Grünfläche, den Spielplatzbereich sowie die befestigte Fläche des Skater- und Basketballplatzes und wird umringt von der Goethestraße, Huttenstraße, Herkulesstraße und der Freiherr-vom-Stein-Straße.

Zudem gilt ein Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern in Kassel an folgenden Orten:

  • In der Karlsaue, im Umfeld der „Orangerie“.
  • Im Bergpark, im Umfeld des „Schloss Wilhelmshöhe“ sowie des „Herkules“. (mal/use)

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