Colonia-Haus vor dem Umbau

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Haben sich viel vorgenommen: Unternehmer Klaus Kühlborn (links) hat das ehemalige Colonia-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße gekauft und will es gemeinsam mit Immobilienmakler Michael Homberger wieder flottmachen. Unser Foto entstand bei der Schlüsselübergabe.

Kassele. Der Stillstand hat ein Ende: Das Colonia-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße/Ecke Karthäuserstraße ist verkauft. Der Spangenberger Unternehmer Klaus Kühlborn (Holzbau Kühlborn) hat das Gebäude erworben.

Er will den 1969 errichteten Bau gegenüber der alten Hauptpost von Grund auf sanieren und mit einer spektakulären Holzfassade aufwerten. Das Gebäude hatte einer internationalen Investmentgesellschaft gehört.

Der Umbau soll im Frühjahr beginnen und wird voraussichtlich im Sommer 2013 abgeschlossen sein. Die Kosten sind mit vier bis fünf Millionen Euro veranschlagt. Holz und viel Glas werden die neue Fassade prägen, die auch energetisch wegweisend sein soll. Im Innern soll sich das Hochhaus als modernes, lichtdurchflutetes Gebäude präsentieren. Vorbilder sind mit Holz verkleidete Hochhäuser in Berlin und Rosenheim. In der oberbayrischen Stadt wurde ein Sparkassen-Hochhaus mit einer Doppelfassade aus Holz und Glas sowie innovativen Kühl-, Heiz- und Lüftungssystemen ausgestattet.

Vorbild: Die Sparkasse in Rosenheim bekam 2010 eine Fassade aus Holz. Foto:  Sparkasse/nh

Der Kasseler Immobilienmakler Michael Homberger (HMC Immobilien GmbH) ist in die Projektentwicklung eingebunden. Er bringt Erfahrung mit der Revitalisierung von Laden- und Gewerbeflächen mit, ebenso mit der Umwandlung von Büro- und Gewerbeflächen in Wohnraum. „Alle haben großes Interesse daran, dass da was passiert“, sagt er über die Wiederbelebung des Colonia-Hauses. Das seit vier Jahren leer stehende Geschäftshaus war das Sorgenkind der Kaufleute an der Friedrich-Ebert-Straße.

Das Nutzungskonzept sieht in den oberen Etagen des neunstöckigen Gebäudes Büro- und Praxisräume vor oder einen Mix aus Wohnen und Arbeiten. Im Erdgeschoss sollen wieder Läden einziehen. Der große Eckladen ist für eine Bäckerei mit Tagescafé vorgesehen. Die Grünfläche an der Karthäuserstraße soll für die Außenbewirtschaftung vergrößert werden. Laut Homberger gibt es bereits Gespräche mit Interessenten. Kleinere Ladeneinheiten werden nach derzeitigem Planungsstand zusammengelegt. Insgesamt bietet das Hochhaus 5000 Quadratmeter Mietfläche und 42 Tiefgaragenplätze.

Von Ellen Schwaab

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