Geldinstitut wächst kräftig – Fokus liegt auf Privat-, Geschäfts- und Mittelstandskunden

Bei der Commerzbank läuft es

Benjamin Waskönig

Kassel. Die Commerzbank profitiert von der guten konjunkturellen Entwicklung in Nord- und Osthessen, hat 2014 teils deutliche Zuwächse in allen wichtigen Geschäftsbereichen erzielt und erwartet auch im laufenden Jahr ein sehr gutes Geschäft. Diese positive Bilanz zogen gestern Benjamin Waskönig, der das Privat- und Geschäftskundengeschäft verantwortet, der Leiter der Regionalfiliale Kassel und Chef des Mittelstandsgeschäfts, Reiner Iske, sowie Uwe K. Gäbel, der das sogenannte Wealth Management, also die umfassende Vermögensverwaltung samt Altersvorsorge und Nachlassregelung, leitet.

„Wir blicken auf ein wirklich erfolgreiches Jahr zurück“, sagte Waskönig. Nach seinen Angaben hat die Commerzbank mit ihren acht Filialen in Nord- und Osthessen 1450 neue Privat- und Geschäftskunden sowie 30 Mittelstandskunden gewonnen - insgesamt sind es somit 73 230. Das Neugeschäft mit privaten Baukrediten legte vor allem infolge der historisch niedrigen Zinsen um 8,3 Prozent auf 73 Mio. Euro, das mit Firmenkrediten in ähnlicher Größenordnung auf 55 Mio. Euro zu. Das Gesamtkreditvolumen im Firmenkundenbereich belief sich Ende 2014 auf 235 Mio. Euro. „Es läuft sehr gut in der Region, der Knoten ist geplatzt“, kommentierte Iske die aktuelle Entwicklung.

Gleichwohl kam er nicht umhin, einen Wermutstropfen zu erwähnen. Erwartet worden war ein Plus von 15 Prozent im Kreditgeschäft mit Mittelstandskunden, die nach Commerzbank-Definition zwischen 2,5 und 500 Mio. Euro im Jahr umsetzen. „Das haben wir zu hoch angesetzt. Der Mittelstand investiert nicht in dem Maße, wie er es könnte“, sagte Iske. Gründe seien die zahlreichen geopolitischen Verwerfungen sowie die anhaltende Diskussion um den Euro. Zwar würden Ersatzinvestitionen getätigt, Kapazitätsausweitungen fänden aber kaum statt.

Schwerpunkte sind laut Iske Energie-Effizienz-Projekte gewesen, die die Commerzbank gemeinsam mit dem TÜV abwickelt. Der Bereich gewinne mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit immer mehr an Bedeutung

Die Commerzbank versteht sich als Privat- und Geschäftskunden- sowie als international agierende Mittelstandsbank mit Präsenz in 50 Ländern. In Kassel betreibt das Geldinstitut drei, in Korbach, Eschwege, Bad Hersfeld, Fulda und Schlüchtern je eine Filiale. In Nord- und Osthessen arbeiten 126 (Vorjahr: 135) Menschen für Deutschlands zweitgrößte Bank, davon gut die Hälfte in Kassel.

Im Bereich Vermögensverwaltung hat die Commerzbank 146 Neukunden gewonnen und betreut nunmehr 2200 wohlhabende Kunden, die ihr 240 Mio. Euro anvertraut haben - ein Plus von zwölf Prozent. Insgesamt belaufen sich die Einlagen auf 960 Mio. Euro - 30 Mio. mehr als 2013.

Von José Pinto

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