Manga- und Anime-Messe

Connichi in Kassel: Riesiger Laufsteg für Comic-Helden

Kassel. Das Gesicht rabenschwarz, die schmale Maske über den Augen knallrosa, die künstlichen Zähne gefährlich spitz. Als eine Art Teufel mit Dreizack streift Heike Exler durchs Stadthallenfoyer, vorbei an Bösewichten und Prinzessinnen, Monstern und Mädchen mit Puppengesichtern.

Sehen und gesehen werden - das zählt auf der Messe der Fans japanischer Comics (Mangas) und Trickfilme (Animes), die an diesem Wochenende Tausende aus ganz Deutschland ins Kongress Palais zieht.

Fotos von der Connichi und weitere Videos unten in diesem Artikel

Nicht nur dort, im gesamten Vorderen Westen tauchen die Fantasiegestalten auf und ziehen alle Blicke auf sich. Fotoapparate klicken. Die Rosenkranzkirche am Bebelplatz ist begehrte Kulisse für Erinnerungsfotos - dem Nieselregen zum Trotz. Im Stadthallengarten flanieren zwei junge Frauen asiatischer Herkunft durch die Menge, eine mit Kimono und dekorativem Kopfputz.

Was reizt sie an der Connichi? „Schöne Fotos machen und Leute kennenlernen: Das ist unser Spaß“, sagt Makoto Ohno. Die 20-jährige aus Langen bei Frankfurt hat japanische Wurzeln und ist als Filmfigur Aguri Adekan unterwegs, Nguyen Thi Myttuyem (18), deren Eltern aus Vietnam stammen, begleitet sie als die Figur Mizuki.

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Stefanie Roor (19) aus Leipzig und Miriam Gast (23) aus dem Allgäu balancieren auf nachgebildeten Hufen über den feuchten Rasen. Die jungen Frauen haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und kommen als Faune, als Wald- und Feldgeister daher. Die Allgäuerin trägt ein großes Geweih auf ihrem Kopf. Sich selbst bei der Kostümgestaltung immer wieder zu übertreffen, darin liegt für sie der Reiz. Auf Messen wie der Connichi führe sie dann ihre Kreationen vor. „Es ist wie modeln. Da bekommt man auch eine Resonanz.“

Impressionen vom dritten Tag

Impressionen vom 3. Tag - Endlich Sonne

Impressionen vom zweiten Tag

Connichi 2014: Der zweite Tag

Connichi 2014 in Kassel - Fotos Tag 2

Impressionen vom ersten Tag

Connichi 2014 in Kassel - Fotos Tag 1

Connichi 2014: Eröffnung

Heike Exler freut sich ebenfalls über anerkennende Blicke für ihr Kostüm. Die 27-Jährige ist aus der Nähe von Berlin nach Kassel gekommen. „Ich möchte auch ein bisschen bewundert werden“, sagt die junge Frau, die einen Abschluss in Biosystemtechnik und Bioinformatik in der Tasche hat. Die Verwandlung in eine Fantasiefigur sei eine willkommene Abwechslung vom Alltag am Computer. Auf der Connichi, Deutschlands größter Manga- und Anime-Messe, lerne man auch immer viele Menschen kann. „Und man hat automatisch ein Gesprächsthema.“

Die Connichi im Kongress Palais Stadthalle ist noch bis Sonntag, 17 Uhr, geöffnet.

Von Ellen Schwaab

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