Kirschblüten und keine Parkplätze

Fünf Dinge, die es in Kassel nur zur Mangamesse Connichi gibt

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Zum ersten Mal in Kassel: Johanna Genscher (24) ist aus Berlin zur Connichi gekommen. Ihr Kostüm zeigt die Figur Alice aus Scissors Crown.

Kirschblüte im Spätsommer, der Duft von Currywurst, der sich mit dem von Ramen-Suppen mischt, Sailor Moon und Chewbacca sitzen Arm in Arm auf den Stufen des Kongress Palais: Am Wochenende ist Connichi.

Fünf Dinge, die es in Kassel nur zur Mangamesse gibt.

  1. Japanische Spezialitäten: Ob Takoyaki (Teigkugeln gefüllt mit Oktopusarmen), Okonomiyaki (Eierkuchen mit Kohl) oder eine Torte mit Matchatee. Wer diese Spezialitäten sonst in Kassel vermisst, der kommt auf der Connichi auf jeden Fall auf seine Kosten. Auch sonst eher untypisch in Nordhessen: ein Nudelschlürfwettbewerb (Sonntag: 15.45 Uhr). Der aktuelle Rekord, eine japanische Ramen-Suppe zu verdrücken, liegt bei 8,7 Sekunden. Also: Ran an die Löffel – äh, Stäbchen natürlich.
  2. Besondere Fotomotive: Bergpark, Karlsaue oder rund um die Rosenkranzkirche: Wenn Connichi ist, dann wird ganz Kassel zum Fotospot. Nicht dass unsere documenta-Stadt das nicht sonst auch wäre, aber wann bekommt man schon die Chance, sich in japanischem Ambiente ablichten zu lassen? Zwischen Lampions und Zierkirschen ist das im Innenhof der Stadthalle am Wochenende möglich. Die Mangamesse zieht deshalb nicht nur Cosplayer, sondern auch jede Menge Fotografen an – und die setzen auch Kassel ganz besonders in Szene. Neben Profis sind das auch Anwohner, die die Comicfans fasziniert vor der eigenen Haustür oder als Erinnerung auf einem Selfie festhalten.
  3. Internationale Gäste: Was darf auf einer Messe über Japan nicht fehlen? Ganz klar – Japaner. Und auch die kommen zur Connichi – als Besucher, Verkäufer oder auf Einladung des Veranstalters. Für viele Manga-Fans aus ganz Deutschland und anderen Teilen der Welt ist die Connichi ein Pflichttermin. Ein bisschen fühlt man sich bei dem ganzen Sprachengewirr wie auf der documenta, und das weckt doch schon die Vorfreude.
  4. Positive Reaktionen: Kassel, das ist doch nur der Bahnhof Wilhelmshöhe und eine hässliche Innenstadt. Diese Worte hört man am Wochenende nicht. Das freut den Nordhessen. Merke: Auch wenn manche Cosplayer furchterregend aussehen, sind sie ganz lieb. Wann sonst gibt es internationalen Besuch, der nur Positives über Kassel zu sagen hat?
  5. Keine Parkplätze: Das ist noch untertrieben. Eigentlich gibt es keinen einzigen Parkplatz. Im Vorderen Westen ist die Parksituation ohnehin schwierig. Zur Connichi kommen aber nicht nur Verkleidungskünstler, sondern auch kreative Parkkünstler. Da werden Autos mal in Vorgärten, mal auf Grünstreifen abgestellt. Deshalb der Hinweis, dass man mit einem Connichi-Ticket in der Stadt kostenlos Bus- und Bahnfahren kann.

Connichi 2019 in Kassel: Impressionen von der Mangamesse

Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
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Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
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Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider
Auftakt Connichi an der Stadthalle Kassel 2019 Foto: Schachtschneider
 © Dieter Schachtschneider

Tickets für Samstag (45 Euro) und Sonntag (40 Euro) gibt es an der Tageskasse.

Gesichter der Connichi in Kassel

Cassandra Vollmering: Durch ihr Hobby Zeichnen ist Cassandra Vollmering (34) aus Bad Harzburg vor mehr als zehn Jahren zum Cosplay gekommen. Sie hat sich mit dem Titel Juicy Fruit einen eigenen Charakter ausgedacht.

Cassandra Vollmering

Vladimir Hohenstein: Der Münchner ist seit 12 Jahren begeisterter Cosplayer. Das Kostüm der 28-Jährigen ist aus dem Videospiel Bloodborne. Hohenstein hat wie viele andere Cosplayer verschiedene Kostüme dabei.

Vladimir Hohenstein

Rudolph Arnold: Der 65-jährige Mathelehrer aus Ulm ist 2005 über eine Schülerin, die Mangacomics gelesen hat, zum Cosplay gekommen. Die Connichi ist für ihn Pflicht. Er ist bereits zum 15. Mal in Kassel.

Rudolph Arnold

Marie Schulze und Sandra Gietz: Die beiden Thüringerinnen sind seit mehreren Jahren gemeinsam auf der Connichi. In diesem Jahr tragen sie ein von Schulze selbstentworfenes Elfenkostüm.

Marie Schulze und Sandra Gietz

Larissa Irle: Die Göttingerin heißt am Freitag nicht Larissa, sondern „Emily“ und hat sich vom Tim-Burton-Film „Hochzeit mit einer Leiche“ inspirieren lassen. Auf der Connichi ist sie zum dritten Mal.

Larissa Irle

Sie war schon Deutsche Cosplay-Meisterin: Nicole Mertsch ist Stammgast auf der Connichi

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