Wegen steigender Fallzahlen

Corona in Hessen: Nächster beliebter Weihnachtsmarkt in Großstadt abgesagt

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen ein weiterer Weihnachtsmarkt in Hessen abgesagt werden.

  • Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen weiter an.
  • Viele Veranstaltungen wurden deshalb abgesagt.
  • Nun sind auch die ersten Weihnachtsmärkte von Absagen betroffen.

Update vom Freitag, 30.10.2020, 14.00 Uhr: Der berühmte Kasseler Märchenweihnachtsmarkt bekommt nun auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Eigentlich hätte der Weihnachtsmarkt in Kassel* am 23. November starten sollen. Doch heute wurde er aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen endgültig abgesagt. Laut Oberbürgermeister Christian Geselle wurde lange über eine alternative Lösung diskutiert. Aber angesichts der aktuellen Lage müssen Kontakte möglichst gering gehalten werden.

Corona in Hessen: Immer mehr Städte sagen Weihnachtsmärkte ab

Update vom Mittwoch, 28.10.2020, 17.10 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise müssen nach und nach immer mehr Städte und Kommunen ihre Weihnachtsmärkte absagen. Auch die Stadt Gießen vermeldet nun, dass man den diesjährigen Weihnachtsmarkt absagen wird. Darüber hinaus wird auch die Eisbahn am Kirchenplatz nicht kommen.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht, einen Weihnachtsmarkt ausrichten. Es wäre auch das falsche Signal gewesen“, so Bürgermeister Peter Neidel in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

Hessen: Weihnachtsmärkte fallen Corona-Krise zum Opfer

Erstmeldung vom Dienstag, 27.10.2020, 16.44 Uhr: Kassel - Das Coronavirus hat Hessen weiterhin fest im Griff. Die 7-Tage-Inzidenz im Bundesland liegt am Dienstag (27.10.2020) bei 119,6. Das berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Insgesamt wurden bisher 34.200 Corona-Fälle in Hessen gemeldet. Das sind 1.349 mehr als am Montag (26.10.2020). 22.600 Betroffene sind wieder gesund. 617 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Infektion.

Weihnachtsmärkte in Hessen wegen Corona abgesagt

Für viele Bereiche haben die steigenden Fallzahlen weitreichende Konsequenzen. Die Maskenpflicht und die Kontaktbeschränkungen werden ausgeweitet und viele Veranstaltungen werden abgesagt. Immer mehr Städte in Hessen entscheiden sich zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger auch für eine Absage der Weihnachtsmärkte.

Nachdem am Wochenende die Stadt Frankfurt die Absage des Weihnachtsmarkts verkündet hatte, folgte am Dienstag (27.10.2020) die Stadt Hanau mit einer Absage. „Uns ist bewusst, dass die Absage für Schausteller, Beschicker und auch für den Einzelhandel eine sehr schlechte Nachricht ist, aber die Gesundheit der Menschen geht vor“, so Oberbürgermeister Klaus Kaminsky (SPD).

Neue Konzepte für Weihnachstsmärkte in Hessen wegen Corona?

Städte wie Kassel, Limburg, Gießen, Fulda, Wiesbaden und Darmstadt wollen ein Konzept zu einem Corona-konformen Weihnachtsmarkt vorlegen. Beispielsweise in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden soll der Sternschnuppen-Markt auf vier verschiedene Flächen verteilt werden. Es soll außerdem Zugangskontrollen mit Kontaktdatenerhebung in einigen Bereichen geben, so die Stadt. Nach bisherigen Informationen dürfen sich maximal 250 Personen dort aufhalten.

Auch in Kassel soll ein entsprechendes Sicherheitskonzept für den Märchenweihnachtsmarkt vorgelegt werden. Nach ersten Informationen soll der Bereich in der Stadt umzäunt werden. Damit soll eine Nachverfolgung eventueller Kontaktpersonen ermöglicht werden. Mit einem neu gegründeten Verwaltungsstab will die Stadt Kassel auf neue Entwicklungen entsprechend reagieren.

Auch kleinere Städte in Hessen sagen Weihnachtsmärkte ab: Eine Übersicht

Andere Städte in Hessen haben als Reaktion auf steigende Fallzahlen ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. So beispielsweise größere Städte wie Frankfurt, Hanau und Wetzlar. Aber auch viele kleinere Städte zogen nach. Hier eine Übersicht über die bisherigen Absagen:

  • Frankfurt (Main)
  • Witzenhausen
  • Michelstadt
  • Bad Zwesten
  • Mainz-Kastel
  • Linden
  • Biblis
  • Lahnau
  • Aßlar
  • Mühltal
  • Büttelborn
  • Elz
  • Felsberg
  • Ronneburg
  • Neu-Anspach
  • Grävenwiesbach
  • Büdingen
  • Alsfeld
  • Groß-Gerau
  • Fritzlar
  • Dreieich-Dreieichenhain
  • Maintal-Hochstadt
  • Waldkappel
  • Sinn
  • Lindenfels
  • Langgöns
  • Großalmerode
  • Bad Schwalbach
  • Schloß Romrod
  • Hanau
  • Lindenfels-Schlierbach
  • Herleshausen
  • Wellingerrode

Corona: Alternativkonzept oder Absage wegen steigenden Zahlen in Hessen

Auch in einigen kleineren Städten und Kommunen soll es anstatt eines Weihnachtsmarktes einen Markt unter Corona-Bedingungen geben. So auch in Alsfeld. Vom 04. bis zum 13. Dezember 2020 soll mit dem „Alsfelder Winterzauber“ ein Alternativkonzept erarbeitet, welches die Einbindung verschiedener Bereiche der Innenstadt sowie Geschäfte vorsieht.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist zu erwarten, dass weitere Städte und Kommunen in Hessen nachziehen und ihren Weihnachtsmarkt absagen. Besonders die Händler und Standbesitzer bringt dies in Existenznöte. *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktions Netzwerkes. (Von Luisa Ebbrecht)

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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