Rüstungskonzern sieht keinen Anlass für Arbeitsunterbrechung

Keine Unterbrechung wegen Corona: Rüstungskonzern produziert weiter

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Corona in Kassel: Keine Unterbrechung - Rüstungskonzern in produziert weiter

Trotz der Corona-Krise in Kassel produziert der Rüstungsbetrieb Krauss-Maffei Wegmann (KMW) weiter. 

  • Das Coronavirus breitet sich in Kassel und Umgebung weiter aus
  • Die Geschäfte und Firmen der Region bleiben geschlossen
  • Der Rüstungsbetrieb Krauss-Maffei Wegmann produziert weiter

Kassel - Während das Volkswagen-Werk in Baunatal und das Mercedes-Benz-Achsenwerk in Kassel wegen der Corona-Pandemie ihre Produktion unterbrochen haben, wird bei Krauss-Maffei Wegmann weiter gearbeitet. Das sorgt für Unverständnis bei einigen der HNA-Leser. 

Corona in Kassel: Rüstungsbetrieb produziert weiter

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte der Konzern, dass am Kasseler Standort des Münchner Rüstungsbetriebs Krauss-Maffei Wegmann (KMW) weiterhin produziert werde. „Bis jetzt widerlegen uns die Fakten nicht“, sagte Unternehmenssprecher Dr. Kurt Braatz. Weder im Kasseler noch im Münchener Werk gebe es bislang einen Coronafall. „Wir haben die Belegschaft sehr früh in zwei Schichten gelegt“, erläuterte er.

Demnach wurden die rund 1500 Beschäftigten am hiesigen Standort auf diese zwei Schichten aufgeteilt. Zwischen Ende der ersten Schicht und Beginn der zweiten läge ein zeitlicher Puffer. „Die Mitarbeiter der unterschiedlichen Schichten begegnen sich nicht“, so der Unternehmenssprecher.

Corona in Kassel: Rüstungsbetrieb hät Vorgaben ein

Auch der Mindestabstand werde in der Produktion eingehalten. „Jedem ist bewusst, dass das notwendig ist.“ Schutzmasken hätten leider mangels Verfügbarkeit nicht ausgeteilt werden können. Sämtliche Meetings würden als Telefonkonferenzen abgehalten. Alle Mitarbeiter, die zur Coronavirus-Risikogruppe gehören, seien ins Homeoffice geschickt worden.

„Derzeit sehen wir noch keinen Anlass für weitere Maßnahmen“, sagte Braatz. Wenn ein erster Coronafall im Unternehmen auftrete, würden die Karten natürlich neu gelegt. „Uns erscheint unser Vorgehen im Moment als die geeignetste Möglichkeit, unsere Mitarbeiter und ihre Angehörigen zu schützen und gleichzeitig ihre Arbeitsplätze zu erhalten“, so der Unternehmenssprecher.

Corona in Kassel: Material trotz Krise zur Verfügung

Material für die Produktion steht dem Werk trotz der Coronakrise zur Verfügung. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen ist KMW kaum von Lieferschwierigkeiten betroffen. „Unsere Lieferkette reicht nicht über Europa hinaus. Bislang haben wir daher keine größeren Probleme“, erläuterte Braatz.

Krauss-Maffei Wegmann beschäftigt in drei Werken in Kassel 1500 seiner bundesweit insgesamt 3500 Mitarbeiter. Dort werden neben Türmen für den schweren Kampfpanzer Leopard 2 unter anderem auch die Panzerhaubitze 2000, das Nachfolgegeschütz der Artillerie AGM, der Spähpanzer Fennek, der Luftabwehrpanzer Gepard und der Schützenpanzer Puma gebaut.

Außerdem kommen streng geheime Hochleistungselektronik etwa für den Leopard sowie Spezialkabelbäume aus Kassel.

Bei einer Demonstration in Kassel im Jahr 2019 wurde das Waffenwerk Krauss-Maffei blockiert. Die Polizei ermittelte.

Weitere Neuigkeiten zum Coronavirus in der Region rund um Kassel sind im News-Ticker zu finden.

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