Auswirkungen auf den Alltag

Corona in Kassel: Keine weiteren bestätigten Infektionen

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Ob für Roulette oder für andere Glücksspiele: Nach den Verordnungen des Landes dürfen in Hessen nun auch wieder Spielbanken und Spielhallen öffnen.

Nicht alle, aber immer mehr Betriebe und Einrichtungen dürfen inzwischen wieder ihre Produkte und Dienste anbieten. Neue bestätigten Infektionen gab es unterdessen nicht.

Kassel – In vielerlei Hinsicht kehrt Normalität in den Alltag zurück. Die meisten Betriebe und Einrichtungen haben wieder offen. In manchen Bereichen ist der Betrieb aber noch untersagt.

Für wen gelten die Einschränkungen und Verbote noch? Und warum?

Nach Einschätzung des Landes Hessen müssen die Schließung bestimmter Betriebe und das Verbot diverser Angebote sein, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen. Es handele sich um Einrichtungen und Veranstaltungen, in denen die Abstands- und Hygieneregeln nicht sichergestellt werden könnten. Daher bleiben etwa Diskotheken, Saunen, Schwimm-, Spaß- und Thermalbäder geschlossen. Auch Großveranstaltungen wie Festivals bleiben tabu.

Dürfen Spielbanken und Spielhallen öffnen?

Ja, der Betrieb ist in Hessen seit Freitag wieder gestattet. Die Spielbank Kassel in der Kurfürstengalerie hat zum Beispiel wieder geöffnet. Nach eigenen Angaben findet ein eingeschränkter Spielbetrieb statt. Die wegen des Coronavirus erweiterte Hausordnung sieht für Gäste etwa vor, nur desinfizierte Glücksspielautomaten zu benutzen und eine Mund-/Nasenschutzbedeckung zu tragen.

Heißt es im Kinderzirkus Zirkutopia auch bald wieder Manege frei?

Ja, der inklusive Kasseler Kinderzirkus bereitet gerade seinen Neustart vor. Wie Bettina Malorny vom Zirkutopia-Vorstand berichtet, ist ein Hygienekonzept „Zirkus in Quadraten“ erarbeitet worden. Die Kindergruppen dürften nun wieder in der Zirkushalle auf der Wartekuppe eröffnen. Infos auf ZirkuTopia.de.

Wie hat sich die Zahl der Infizierten entwickelt?

Positiv, denn das Gesundheitsamt Region Kassel hat keine weiteren Corona-Infektionen vermeldet. Demnach liegen (Stand Montagmorgen) insgesamt 675 bestätigte Fälle vor, wie am Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg um drei auf 471, davon entfallen 217 (plus eins) auf die Stadt und 254 (plus zwei) auf den Landkreis Kassel. Aktuell sind 168 Menschen infiziert, davon 80 (minus eins) in der Stadt und 88 (minus zwei) im Landkreis. Von diesen 168 Infizierten müssen 13 in Krankenhäusern behandelt werden, sechs davon liegen auf Intensivstationen.

Was lässt sich zum Infektionsverlauf in der vergangenen Woche sagen?

Das Kriterium für den Blick auf die Woche ist die Vorgabe, dass Städte und Landkreise die Lockerungen zurücknehmen müssen, wenn dort innerhalb von sieben Tagen 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner auftraten. Zum Glück waren und sind die Werte in Stadt und Landkreis Kassel weit davon entfernt – und der Trend geht weiter davon weg. In der vergangenen Woche, also von Montag, 11. Mai, bis Sonntag, 17. Mai, hat sich die Zahl der aktuell Infizierten um 16 auf 171 verringert. In der Stadt Kassel ging die Zahl in diesen sieben Tagen um acht auf 81 aktuell Infizierte zurück, im Landkreis verringerte sie sich um acht auf 90 Betroffene.

Welche Entwicklungen sind zudem erkennbar?

Leider kamen am Wochenende in der Stadt Kassel zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hinzu. Die Gesamtzahl der Covid-19-Todesfälle in Kassel stieg damit auf acht. Seit 23. April, also 22 Tage lang, hatte es in der Stadt keinen Corona-Toten mehr gegeben. Im Landkreis Kassel blieb die Zahl der Corona-Todesfälle über das Wochenende unverändert bei 28. Der Wert gilt übrigens seit 9. Mai.

Was ist bei Corona-Todesfällen zu beachten?

Die Zahlen zu den Corona-Todesfällen geben an, wie viele Menschen, bei denen eine Infektion nachgewiesen wurde, gestorben sind. Dabei wird nicht geprüft, ob sie an Covid-19 oder einem anderen Leiden gestorben sind. Jeder Gestorbene, in dessen Körper das Virus nachgewiesen wurde, fließt in die Statistik ein. Wer aber verstirbt, ohne auf Covid-19 getestet worden zu sein, wird nicht gezählt.

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