Einschränkungen in Kassel

Coronavirus: Urlaubssperre für Beschäftigte - Bäder und Museen geschlossen

Corona in Kassel: Bäder und Museen wegen Coronavirus geschlossen
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Die letzten Besucher: Schon am Samstag war kaum etwas los im Auebad. Seit Sonntag sind alle Bäder in Stadt und Kreis Kassel wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt, das öffentliche Leben wird zunehmend eingeschränkt. Ein Überblick der Situation in der Stadt Kassel.

  • Die Stadt Kassel und die Polizei haben die Verbote wegen der Corona-Pandemie kontrolliert.
  • Oberbürgermeister Christian Geselle hat eine Urlaubssperre für Beschäftigte herausgegeben.
  • Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Kassel in unserem News-Ticker.

Kassel – Seit Montag (16.03.2020) sind wegen der Corona-Pandemie in Kassel nicht nur Theater, Kinos und Diskotheken geschlossen. Die Schulen haben unterrichtsfrei, die Kitas sind noch geöffnet, bieten seit Dienstag (17.03.2020) aber nur noch einen Notdienst für die Eltern ausgewählter Berufsgruppen an. Wegen zunehmender Fälle der Atemwegserkrankung Covid-19 haben inzwischen auch alle Museen und Bäder ihren Betrieb eingestellt. Das gilt für die Grimmwelt genauso wie für das Landesmuseum und für die Kurhessen-Therme.

Corona in Kassel: Coronavirus-Infektionen in Stadt und Landkreis

Der täglich im Rathaus zusammenkommende Verwaltungsstab hat am Sonntagnachmittag (15.03.2020) die aktuellen Zahlen der Corona-Infizierten für den Bereich des Gesundheitsamtes Region Kassel bekannt gegeben. Demnach sind inzwischen zehn Menschen in der Stadt und zwölf im Landkreis Kassel mit dem Coronavirus infiziert. Am Samstagnachmittag waren es noch 21 Personen gewesen. Zwei Infizierte in der Stadt werden im Krankenhaus behandelt.

Corona in Kassel: Coronavirus-Infizierte in häuslicher Isolation

Alle anderen Coronavirus-Betroffenen befinden sich in häuslicher Isolation. Das gilt auch für die bislang 420 Kontaktpersonen. Genauere Angaben zu den Corona-Infizierten und zu ihrem Gesundheitszustand dürften nicht gemacht werden, betonte die Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte gebe man grundsätzlich keine Informationen über die persönlichen Umstände Erkrankter heraus.

Corona in Kassel: Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen wegen Coronavirus verboten

Das Land hat am Wochenende Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt. Dieses Verbot gilt für öffentliche und private Räume. Noch am Samstagnachmittag hatte die Stadt Kassel Zusammenkünfte erst ab 150 Personen untersagt. Das Limit von 100 Personen gilt nun auch für Kassel. Ausgenommen sind der Einzelhandel, Betriebsstätten, Restaurants und die Gastronomie, erklärte Oberbürgermeister Christian Geselle. Kneipen und Restaurants bleiben also vorerst weiter geöffnet.

Bei Zusammenkünften mit weniger als 100 Personen haben Veranstalter jedoch Auflagen zu erfüllen: Sie müssen die Teilnehmer lückenlos registrieren, Schutz vor Corona-Infektionen gewährleisten und für Hygienemaßnahmen sorgen.

Corona in Kassel: Stadt untersagt Betriebe von Sport bis Kultur - Verbote wegen Coronavirus

Den Betrieb zahlreicher weiterer Einrichtungen hat die Stadt Kassel ab heute und zunächst bis 30. April untersagt. Das betrifft Bowlinganlagen, Fitnesscenter, Tanzschulen, Kultur-, Jugend- und Stadtteilzentren, private Theater und Konzerteinrichtungen, Ausstellungshäuser, Spielhallen, Wettbüros und die Spielbank. Für den Vereinssport ist der Spiel- und Trainingsbetrieb vorerst komplett ausgesetzt worden, Sporthallen und Sportplätze sind zu.

Corona in Kassel: Polizei-Kontrollen nach Coronavirus-Verboten 

Stadt und Polizei haben in Kassel bereits Einrichtungen wie etwa Discos kontrolliert, ob die Verbote eingehalten werden. „Die Menschen in Kassel und auch die Betreiber der betroffenen Einrichtungen haben sich sehr besonnen und auch umsichtig verhalten“, sagte Ordnungsdezernent Dirk Stochla. Viele hätten ihre Betriebe wegen der Corona-Pandemie von sich aus geschlossen oder eingeschränkt. „Wir möchten uns ausdrücklich bei allen für das Verständnis bedanken“, betonte Geselle dazu.

Corona in Kassel: Nahverkehr-Fahrplan wird wegen Coronavirus-Ausbreitung angepasst

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wird den öffentlichen Nahverkehr aufrechterhalten. Allerdings werden Busse und Bahnen wegen der Corona-Pandemie bald nach einem „lageangepassten“ Fahrplan fahren. Genaueres soll diese Woche bekannt gegeben werden, so Geselle.

Corona in Kassel: Urlaubssperre für bestimmte Berufe wegen Coronavirus

Oberbürgermeister Geselle hat eine Urlaubssperre für Beschäftigte in versorgungskritischen Berufen angeordnet. Dazu zählen Feuerwehrleute, aber auch Beschäftigte der Rettungsdienste und Krankenhäuser.

In der Stadtverwaltung werden Telearbeitsplätze eingerichtet.

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